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Caught in a Wheel Hot

 
Caught in a Wheel
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CD Rezension

Artist / Band ELENIUM
Release Date 01. 01. 2007
Homepage http://www.eleniumband.com
Label Kampas Records
Label URL http://www.kampas.fi

6 Finnen machten sich 1995 dran, den Musikmarkt aufzumischen und im Markt mitzumischen – was leider noch nie ein wirklich leichtes Spiel war. Untergegangen sind sie nicht, gehören tun sie aber dennoch vielleicht in die Geheim-Tipp-Schublade – und die werde ich jetzt für euch öffnen!

Während sich das Album-Intro sehr in die Länge zieht und eher von der ruhigeren Sorte ist, so beginnt “Human” mit einem aufgeprägten Gitarrenriff, geht dann aber vorrübergehend in ruhigere Keyboardklänge über – nur um dann genauso abrupt wieder in die Rockschiene zurück zu springen. Während die Musik einem durchweg eine schon fast tragisch klingende Melodie, sowie ein selbiges Gesamtbild, aufzeigt, so könnte der Gesang ausdrucksstärker sein, wenn er denn klarer gewesen wäre.

“Challenger of Gravity” beginnt wenig kraftvoll, nur um dann auf das Gaspedal zu drücken und mit der vollen Portion Power durchzustarten. Die auch bald einsetzenden Keyboardklänge ziehen sich fast durch das ganze Lied und stören mich zumindest sehr, da sie vom klareren Gesang ablenken und auch das Gitarrenspiel sehr oft überdecken. Im Großen und Ganzen ein Song, den man nicht Gut oder Böse zuordnen kann- aber vielleicht ist er doch einer der nicht ganz so überzeugenden Stücke des Albums.

Weiter geht es mit “The Escalator” – dies ist ein Song, der zunächst mit einem halbminütigem instrumentalen Intro beginnt, in den dann der recht gut verständliche Gesang einsetzt. Auch sehr passend sind die leicht psychodelischen Klänge im Hintergrund, die weder großartig vom „Hauptgeschehen“ ablenken, noch es übertönen, aber doch einen großen Teil zu der Stimmung des Liedes beisteuern. Immer wieder finden sich Instrumentalpassagen in dem Song, die die vorantreibende Kraft des Gesangs ein wenig schmälern, selber aber auch nicht gerade leichte Kost sind.

Der nächste Track ist ein eher langsamerer Song - “Of the Man who died” hat zwei Gesichter: eine ruhige, vielleicht schon geheimnisvoll melancholische und eine rockigere, die durch Gitarrenklang dominiert wird, wobei Erstere aber zu dominieren scheint. Die immer wiederkehrenden geflüsterten Parts ergeben einen schönen Kontrast zu den lauteren, welche direkt im Anschluss folgen und erzeugen eine unbeschreibbare Stimmung, die durch den aussagekräftigen Gesang noch unterstrichen wird. Auch wenn die Übergänge leider teilweise nicht so flüssig sind, wie man es sich wünscht, begeistert mich persönlich der Song durchweg

“Twelve” ist für meinen Geschmack ein Song, der absolut keine Ausdruckskraft in sich trägt – das Krächzen der Stimme, die nicht wirklich an eine Gesangsstimme (egal welcher Art von Gesang) erinnert, ist zusätzlich nicht mal im Ansatz zu verstehen, was sich jedoch im Verlauf des Liedes noch bessert. Musikalisch ein solider Song, wenn auch nicht umwerfend gut oder schlecht – er scheint im Allgemeinen vor sich hin zu plätschern, ohne wirklich stimmlich oder musikalisch Aufmerksamkeit erregen zu können.

Melodisch und mit einem netten Zusammenspiel der Instrumente (einschließlich Keyboard) beginnt “Caught in a Wheel”. Leider sind die Übergänge im Liede wenig sanft und zerstören so einiges des guten Gesamtbildes, das durch den kraftvollen und ausdrucksstarken Gesang, sowie durch das gute Zusammenspiel von Musik und Gesang aufkam.

“Trail of Beggars” beginnt mit Klavier pur, bevor dieses dann verschwindet und nach und nach die anderen Instrumente sowie der Gesang einsetzen. Letzterer ist annehmbar was die Verständlichkeit angeht, die Musik ist eingängig und bleibt doch im Gedächtnis hängen, was an der Harmonie zwischen Gesang und Musik liegen mag – auch wenn die Gitarrenklänge teils den Gesang zu übertönen scheinen. Die mehr gesprochenen Parts des Songs, die auch um ein vielfacheres besser zu verstehen sind, sind prima gelungen und sind unheimlich ausdrucksstark gelungen.

Als vorletzten Song findet man “Eyes grow colder” auf der Scheibe. Gitarren und ein im Hintergrund hämmerndes Schlagzeugen eröffnen, werden jedoch bald von Keyboardklängen aufgelockert und ergeben eine wirkliche gute Untermalung für den Gesang. Das Lied an sich gehört musikalisch und gesanglich zu den harmonischeren und auch eher langsameren Stücken, die jedoch ganz und gar nicht ein gewisses Maß an Rock-Feeling vermissen lassen!

Den Schlusspunkt setzt “Velocity” – ein Song mit einem abwechslungsreichen Aufbau, der nicht nur rockige Elemente beinhaltet, sondern auch etwas, was man in der Musik dieser Band eher nicht vermuten würde. Alles in Allem ist der Song musikalisch und gesanglich annehmbar, auch wenn nichts Herausragendes zu finden ist. Abwechslung wird hier großgeschrieben, und da kann man auch über die wirklich harten Übergänge hinwegsehen, und nur auf das Gesamtbild achten.


Tracklist
1. Human
2. Challenger of Gravity
3. The Escalator
4. Of the Man who died
5. Twelve
6. Caught in a Wheel
7. Trail of Beggars
8. Eyes grow colder
9. Velocity

Autoren Bewertung

Fazit

Gesamtbewertung: 
 
73
Musik::
 
75
Cover/Booklet::
 
72
Wiederholfrequenz::
 
72
Gesamtkonzept::
 
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Yes No
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Das Album als großes und ganzes Werk betrachtet, so stechen kaum wirkliche Glanzleistungen heraus, jedoch fallen genauso wenig gravierende Schwächen auf – und dies spricht für ein solides Werk, das Potential aufzeigt und sicherlich nicht nur einmal im CD-Player landen, aber auch nicht zum Dauerbrenner werden wird. Gewöhnungsbedürftig war für mich der growlende Gesang – aber wem dies zusagt, der wird wohl mehr Gefallen an dieser Platte finden, als ich es tat.

 
 


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