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From Wings to bare Bones Hot

 
From Wings to bare Bones
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CD Rezension

Artist / Band VERSO
Release Date 17. 09. 2008
Homepage http://www.versoband.com
Label Kampas Records
Label URL http://www.kampas.fi

Seit 2004 gibt es die Band aus Pori schon, und anstatt sich am Besetzungskarussell zu beteiligen, blieben sie ihrer Gründungsformation treu – und das bemerkt man auf dem Album auch, und zwar nicht im Sinne von Stagnation, sondern von Eingespieltheit!

Los geht es mit “Eyes of Retribution” – und dieser Beginn zeigt dem Hörer schon sehr gut, was einen beim restlichen Album erwartet. Die Mischung aus gegrowltem und klarem Gesang, sowie sehr gitarrenlastige Musik.

Sehr vielversprechend geht es mit “Pain Skin Closer” weiter. Schon der gitarrenlastige Beginn lässt Vorfreude erwachen, die bei mir aber ab Einsetzen des Gesangs erst einmal verstirbt, da mit das Growlen hier wirklich nicht gefällt – es wirkt aussagelos, während der folgende klare Gesangspart wieder überzeugt. Dieser Song ist für mich ein Wellenbad der Gefühle – das Growlen will mir nicht gefallen, aber der normale Gesang kann mich gefangen nehmen. Aber eins muss man sagen: die Mischung aus den beiden Gesangsstilen wirkt nicht störend, nur vielleicht zu Beginn ein wenig gewöhnungsbedürftig.

Wenn man einen Song mit dem Titel “Dissonance” das erste Mal hört, erwartet man etwas was dem Titel entspricht. Das ist aber weitgehend hier nicht der Fall – ein fast komplett harmonisch und rund klingender Song erwartet einen. Der gegrowlte Gesang ist ausdrucksstark und kräftig und harmoniert mit dem wunderschönen und noch ausdrucksstärkerem klaren Gesang. Beide Gesangsparts werden mit dem passenden instrumentalem Klang untermalt und unterstützt, sodass ein prima Song entstehen konnte!

“Dark on every Side” blieb mir durch das teils störende Schlagzeugspiel im Kopf, denn zu Beginn klingt es zu blechern und steht zu sehr im Vordergrund und überdeckt die restlichen Komponenten. Das wird aber zumindest in den Strophen abgestellt, und so kann der starke Gesang überzeugen. Das Gesamtbild ist aber auf Grund vom disharmonischen Musikklang nicht sonderlich begeisternd.

Bei “Gone into my Blood” ist es sehr schnell festzustellen, dass der Song eine durchweg ruhige Seite offenbart, auch wenn andere Teile des Songs komplett rockig gestaltet sind. Was mir persönlich sehr gut gefällt, ist der klare Gesang, der wirklich schon fast vor Aussagekraft strotzt und super zum Gesamtbild des Songs passt. Musik und Gesang harmonieren perfekt, und auch die kurzen gegrowlten Lyrics zerstören dieses komplett positive Bild nicht. Da kann ich nur sagen, dass es wirklich ein super Song ist, den man sich auf jeden Fall anhören muss!

Wenn man den Beginn von “Hayoc State” hört, denkt man, die CD würde hängen- tut sie aber nicht, und sobald der growlende Gesang einsetzt, ist diese Denkweise so oder so überflüssig. Der Gesang selbst ist kraftvoll, aber hat teilweise ein wenig an Aussagekraft eingebüßt, auch wenn die Musik ihn weitgehend gut unterstützt. Der klare Gesang hat wesentlich mehr Aussagekraft und gibt einen sehr schönen Kontrast zum anderen Gesangsstil ab. Störend ist auch, dass die Gesangsteile sehr abrupt aufhören – und das dominiert eigentlich den ganzen Song: der Klang von etwas Abruptem, egal ob es um den Gesang oder die Musik geht.

“The seasons end grey” beginnt, überraschenderweise, von Anfang an mit Gesang. Nun ja, die erste Sekunde, danach hat man wieder das typische Gitarrenspiel, dass den wirklichen Beginn des Songs einläutet. Der Song ist wieder eine Zusammenstellung aus wirklich gegrowltem, halbwegs gegrowltem und normalen Gesang, kann aber nicht wirklich aus der Masse der Songs hervorstechen, auch wenn er bei Weitem nicht schlecht ist. Ein guter Mittelklasse-Song, der weder enttäuscht noch richtig begeistern kann, auch wenn er sich beim zweiten Hinhören sich schon ein wenig im Gedächtnis einnisten kann.

Mit erstaunlich ruhigen Klängen und melancholischem Gesang beginnt “No love lost” . Auch der Übergang des ruhigen teils zum Rockigen gelingt spielerisch und wirkt passend, auch wenn er mit einem Knall daherkommt, wie es dem Hörer scheinen mag.

Weiter geht es mit “Dead earth coming” – der Song beginnt mit einem schon wirklich rockigem Gitarrensound, dessen Melodie auch weitergeführt wird, als der Gesang einsetzt. Zunächst sind die Drums sehr aufdringlich, was sich aber zum Glück sehr schnell geändert, da sonst der wirklich gute (wenn auch vielleicht eigenwillige) Gesang nicht zur Geltung kommen würde. Die wiederkehrenden Gitarrenparts lockern den Song auf und machen ihn noch hörenswerter.

“Stone Wings Angel” hat mich zu Beginn weitgehend durch den Kontrast zwischen dem klaren und dem eher gegrowlten Gesang bestochen. Dieser schöne Kontrast geht leider zu schnell verloren und das Gegrowlte wird durch eine Softversion davon ersetzt – und dann beginnt alles von vorne, das selbe Klangbild wiederholt sich immer wieder, lässt aber trotzdem keinerlei Monotonie aufkommen, was an dem guten Zusammenpiel von Musik und Gesang liegen dürfte.

Den Schlusspunkt setzt mit “Weight of Desperation” ein Song, der für mich persönlich ein wenig abschlafft im Vergleich zum Rest des Albums, das es so vor sich hin läuft ohne wirklich die Aufmerksamkeit auf sich ziehen zu können. Sehr oft scheint der Gesang nicht im Vordergrund zu stehen und auch die fast immer gleich-klingende Gitarrenmelodie wirkt eher abstumpfend als aufweckend. Der Gesang selbst ist nicht sonderlich ausdrucksstark und kann daher auch nicht groß überzeugen.

Tracklist
1. Eyes of Retribution
2. Pain Skin Closer
3. Dissonance
4. Dark on every Side
5. Gone into my Blood
6. Hayoc State
7. The seasons end grey
8. No love lost
9. Dead earth coming
10. Stone Wings Angel
11. Weight of Desperation

Autoren Bewertung

Fazit

Gesamtbewertung: 
 
75
Musik::
 
81
Cover/Booklet::
 
56
Wiederholfrequenz::
 
80
Gesamtkonzept::
 
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Yes No
Geschrieben von Carina
September 08, 2009
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Das Album hat Höhen und offenbart keine großen Schwächen, auch wenn man an einigen Stellen noch etwas an der Ausdruckskraft des Gesangs arbeiten könnte. Es ist ein gutes Album geworden, dass aber zumindest bei mir nie an einem Stück gehört werden wird, weil man nach einiger Zeit abschaltet und die Musik an mir abgeprallt ist, und ich nur mit mehreren Pausen die Songs wirklich genießen konnte.

 
 


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