Synestesia singen komplett auf Finnisch, eine Ausnahme gibt es nicht – aber nicht nur das dürfte das Erobern des kompletten europäischen Marktes erschweren, nein, auch ihre Musik spricht eher Randgruppen an, als eine große Masse…ob das aber so schlecht ist, bleibt unbeantwortet im Raue stehen…
Den Anfang macht „Nimeni on Feeniks“ ; ein Song, der gleich von 0 auf 100 geht und dann durchgehend (bis auf kleinere ruhigere Passagen) sehr rockig ist. Der Gesang ist, wenn man Finnisch spricht, einigermaßen gut zu verstehen, auch wenn er weit entfernt vom klaren Gesang ist, was aber hier absolut nicht negativ ist. Das Lied hat etwas eingängiges, passt aber nicht in das Klischee über eben solche Songs.
Fast ohne Bruch was die Musik und den Klang angeht, geht es mit „Minun hymyni kirkastaa kasvosi“ weiter auf der CD. Was mir an diesem Song sehr gefällt sind die Passagen mit einer Mischung aus weiblichem und hellerem männlichen Gesang, weil sie einen schönen Kontrast zu dem tiefen männlichem Gesang abgeben und doch harmonieren. Musikalisch sind ein paar Stellen drin, die den Fluss des Songs zerbrechen, aber im Großen und Ganzen ist es ein Song, der auf jeden Fall zu der Fraktion der starken Songs gehört, nicht zuletzt auf Grund der Ausdrucksstärke des Gesangs.
„Kuka nyt saa sen tietää“ beginnt mit einem, mit Melodie versehenem, Gitarrenspiel, das sich auch nach Einsetzen des Gesangs fortsetzt, dann aber immer wieder versiegt um dann wiederzukehren und den Gesang zu unterstützen. Der Refrain frisst sich schon fast ins Gedächtnis, sodass man ihn auch nach einmaligem Hören mitsingen kann, was sicherlich auch an dem passenden musikalischem Unterwerk liegt, denn Musik und Gesang passen prima zusammen und ergeben ein wirklich rundes Bild ab. Auch die Instrumentalpassage in der zweiten Hälfte des Songs ist wirklich gut gelungen, denn sie ist abwechslungsreich und wirklich schön anzuhören.
Weiter geht es mit „Puhdas sattuma“ , welcher ein sehr nach vorne treibender Song mit viel Kraft im Gesang ist. Der Gesang ist oft leider nicht mehr so gut zu verstehen oder wirkt sehr unnatürlich und wird teilweise auch von den Instrumenten aus dem Vordergrund verdrängt. Das alles lässt den Song etwas unrund wirken und zumindest für meinen Geschmack trägt auch die Musik einen großen Teil dazu bei, denn sehr oft wirkt sie abgehackt und vermittelt mir öfters den Eindruck, dass man „wahllos darauf los knüppelte“.
„Merituuli“ sticht nicht besonders aus der „Masse“ der Song heraus, auch wenn er wieder weiblichen Gesang beinhaltet, der dieses Mal aber meist im Hintergrund bleibt und auch in den Schlagzeugklängen teilweise untergeht. Leider. Der eigentliche Gesang ist kraftvoll und ausdrucksstark, aber das „gewisse Etwas“ etwas fehlt trotzdem, was den Song ein wenig monoton erscheinen lässt.
Mit „Suvanto“ findet der Hörer auch ein wunderschönes und teils melancholisches Instrumentalstück, dass nicht nur die normalen „Rock-Instrumente“, sondern auch Streicher beinhaltet und durchgehend zum Träumen verleitet, ein absoluter Anspieltipp also, auch wenn es eher untypisch für diese Band ist.
„Lasialttari“ ist ein Song mit der vollen Ladung an Kraft voraus, ohne dabei den Eindruck zu vermitteln, dass dahinter kein Konzept stünde, denn immer wieder fließen auch Melodien ein, die sich wiederholen und dem Song ein weichere Seite liefern.
Als nächstes bekommt man den Song „Päätös“ auf die Ohren – ein rundum gelungener Song, der erneut auch durch das Einsetzen von melodischem weiblichen Gesang sehr profitieren kann. Musik und Gesang harmonieren das ganze Lied hindurch, und auch der zweite, nur instrumental gehaltene Teil des Songs wird nicht eintönig sondern sorgt für Abwechslung.
„Rakastan sinua“ ist, wie eigentlich so gut wie alle Stücke, durchweg rockig und mitreißend, der Gesang kommt stoßartig und die Musik unterstützt eben genau dies durch einen stoßartigen Rhythmus. Diese Stoßartige findet sich aber nicht permanent im Song, sondern er hat auch eine mehr runde Seite, die den Refrain darstellt. Als Ganzes wirkt der Song stimmig da auch der kraftvolle Gesang einen guten Job abliefert.
Das Ende des Albums läutet „Tuli palakoon“ ein. Ein schwerfälliger Rhythmus, der den nicht wirklich verständlichen Gesang gut untermalt, dazukommt, dass das Lied durch die Gleichförmigkeit der Melodie recht bald eintönig wird. Auch ein Wechsel der Melodie hat da nicht viel verbessert, der Song wabert vor sich und hat kaum etwas, was im Gedächtnis bleibt. Vielleicht die Klänge des Feuers zum Schluss des Lieder, vielleicht aber auch nicht.
Tracklist
1. Nimeni on Feeniks
2. Minun hymyni kirkastaa kasvosi
3. Kuka nyt saa sen tietää
4. Puhdas sattuma
5. Merituuli
6. Suvanto
7. Lasialttari
8. Päätös
9. Rakastan sinua
10. Tuli palakoon






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