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Chasing Shadows Hot

 
Chasing Shadows
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CD Rezension

Artist / Band ANCARA
Release Date 21. 10. 2009
Homepage http://www.ancarasite.com
Label DKS Music
Label URL http://www.dksmusic.fi/

Zwei Monate hatte sich der Release verschoben, und zwar mit einem guten Grund: ein eigenes Label wurde von ANCARA auf die Beine gestellt und das Album dann dadurch veröffentlicht. Die Band an sich besteht aus 5 talentierten Finnen, die sich mit Hiili Hiilesmaa (HIM, Lordi, 69 Eyes, Apocalyptica, Sentenced, Sepultura...) einen Producer ans Land gezogen haben, der bekannt ist – und was diese Kollaboration für unsere Ohren bedeutet, dass könnt ihr hier lesen!

Sehr vielversprechend geht es schon mit “We paint December” los – hier findet sich der perfekte Mix aus eingängiger Melodie und Text und der gewissen Portion an rockigem Sound, sowie einem überzeugendem Gesang. Der Beginn macht einen schon neugierig auf den weiteren Verlauf des Liedes, und als der Gesang dann einsetzt wandelte sich bei mir die Neugierde in Begeisterung um, da die Gesangsstimme nicht aus einer 08/15-Stimme besteht, sondern schon ihren eigenen Klang und eine unheimlich starke Aussagekraft hat. Auch die kleinen eingebauten Instrumentalpassagen ziehen den Song nicht in die Länge, sondern bereichern ihn noch einmal zusätzlich. Alles in allem ist der Song ein wirklich super Einstieg das Album und lädt dazu ein, auch die restlichen Songs anzuhören.

Mit einer eingängigen Gitarrenmelodie beginnt der nächste Song, nämlich “Far from Grace”. Der Gesang ist von Beginn an rockig rau und reißt einen mit und in den Song hinein, der Refrain ist dagegen melodiöser und auch sehr eingängig (im positiven Sinne). Gesanglich ein Stück das in Erinnerung bleibt, schon alleine auf Grund des Stimmbildes, das man so sicherlich nicht allzu oft finden dürfte. Musikalisch außerdem auch überzeugend, da die Musik den Gesang noch einmal pushen kann ohne jedoch zu aufdringlich zu wirken oder zu dominieren. Das eingeschobene Gitarrensolo gliedert sich problemlos ein und ist eine wahre Bereicherung für den Song.

“Chasing Shadows” hat bei zunächst einmal Skepsis ausgelöst, aber je öfter ich den Song angehört habe, desto mehr wich diese Skepsis und wurde zu einem Gefühl der Zufriedenheit. Der Song hat für mich persönlich einen gewöhnungsbedürftigen Klang, der wohl am teilweise nicht ganz so „normalem“ Gesang, bzw. der Gesangsstimme, fest gemacht werden kann – aber nicht nur das war gewöhnungsbedürftig, sondern auch der teils abgehackt wirkende Rhythmus, der durch den Gitarrensound gestützt wird. Im Kontrast dazu findet man den eingängigen Refrain mit Melodie und nicht außergewöhnlichem, aber doch solidem, Gesang. Im Großen und Ganzen hat der Song aber die Fähigkeit, irgendwie im Kopf hängen zu bleiben und noch länger nachzuklingen…

Weiter geht es mit “High Hopes” , das wohl schon fast als mein persönliches Highlight des Albums bezeichnet werden kann- vielleicht liegt es an meinem Faible für Rock-Balladen, was dieser Song ist. Gesanglich ergibt sich eine schöne Mischung aus rauem rockigerem Gesang (der zumindest teilweise an Entwine erinnert) und einem eher weicherem Klang, dem es jedoch zu keiner Sekunde nicht an Ausdrucksstärke und Kraft fehlt. Musikalisch muss man sagen, dass die Instrumente mitsamt Melodie dem Gesang noch eine besondere Note verleihen und ihn sehr gut unterstützen und somit auch zu diesem wundervollen Gesamtbild verhelfen. Für mich ein Song, den ich immer und immer wieder hören könnte, ohne dass er langweilig oder eintönig werden würde – ein absoluter Anspieltipp!

Wesentlich rockiger ist der nächste Song: “Liar” ist durch und durch rockig und trotzdem fehlt es ihm nicht an einer Melodie, die sich recht schnell im Kopf festsetzt und zusammen mit dem Refrain noch länger im Kopf herum spukt. Die Lyrics dürften wohl jeden auch an sein eigenes Leben und die eigenen Erfahrungen erinnern, was den Song noch aussagekräftiger macht, als er so oder so schon auf Grund des starken Gesangs und dem guten Zusammenspiel mit der Musik ist.

“Lodestar” ist ein Song, der für mich definitive als ein nicht sonderlich begeisterungsfähiger Song zu beschreiben ist: der Gesang wirkt wenig aussagekräftig über lange Strecken und auch musikalisch fehlt es dem Song an Schwung und dem besonderen Etwas, was dazu führt, dass das Lied leider absolute nicht im Kopf bleibt, egal wie oft man es sich anhört. Hinzukommt, dass die zu oft und zu lang auftretenden Gitarrenpassagen dem Song keine Abwechslung bringen sondern ihn nur unnötigerweise in die Länge ziehen…

Als nächstes ist mit “Tears with a Smile” ein Lied an der Reihe, das auf mich unheimlich emotional erscheint. Schon alleine der melodiöse Gitarrenklang zu Beginn, der dann zwar abschwächt und dadurch den Platz frei macht für einen Gesang, der weich und emotional und doch kräftig und ausdrucksstark ist. Auch der Backgroundgesang unterstützt die Aussage der Lyrics – auch der weibliche Gesang passt sehr gut in das Gesamtbild und harmoniert, als könnte es gar nicht anders sein. Ein rundum gelungener Song, voller Gefühl und Kraft.

Rockig und gleichzeitig eingängig präsentiert sich “Not quite sober”. Teilweise wirkt es jedoch klanglich ein wenig abgehackt und auch die Übergänge sind etwas hart ausgefallen, aber dieses „Problem“ wird durch das Gesamtbild wieder geschmälert, da es einfach in diesen ruppigeren Rhythmus des Songs passt und auch meistens halb kaschiert wird durch Gesang und die anderen Instrumente. Während die Strophen eher die ruhigeren Passagen sind, mit mehr Melodie und nachdenklich klingendem Gesang, so ist der Refrain das komplette Gegenstück dazu. Dieses Abwechselspiel macht das Lied sehr hörendwert und lockert das Gesamtbild auf.

“Nicole” beginnt mit einem instrumentalen Teil, der sich etwas in die Länge zieht, dann aber nahtlos und flüssig in den mit Gesang garnierten Part übergeht. Sehr auffällig ist hier der Gitarrenklang, der teilweise schon fast auf einer Stufe mit dem Gesang zu stehen scheint, was stört – selbiges gilt für den zeitweise sehr aufdringlichen Drumklang, der aber nur in kürzeren Passagen die Aussagekraft des eigentlich soliden Gesangs stört. Das Gesamtbild ist weitgehend vom instrumentalen Klang geprägt, da dieser wesentlich mehr im Kopf bleibt (wenn überhaupt) als der in den Hintergrund gedrängte Gesang. Schade.

Wesentlich vielversprechender geht es mit “Wait” weiter: einmal mehr ein Song mit Ohrwurmqualität, der auf Grund des Refrains einfach im Kopf bleibt. Gesanglich ein solides Stück, auch wenn mir teils die sonst immer vorhandene Aussagekraft und die Fülle der Stimme ein bisschen fehlt; musikalisch sehr gut gelungen, da Musik und Gesang gut miteinander harmonieren und die Musik außerdem den Gesang noch unterstützt soweit es geht. Im Großen und Ganzen ein Lied, dass die gewisse Portion Eingängigkeit besetzt um sich im Kopf festzusetzen, dem es aber leider zugleich an Abwechslungsreichtum mangelt.

Den Schluss macht, auch vom Titel her passend, “Farewell” . Und schon vom Titel abgeleitet, kam ich zu dem Entschluss, dass es ein melodiöser Song sein müsste – und das ist er durchaus. Gesanglich ein schönes Stück, auch wenn teilweise etwas Tiefe in der Stimme fehlt, da es ausdrucksstark wie immer ist und auch wirklich mit Gefühl gesungen wurde. Auch der Übergang vom ruhigen Part zu einem kurzzeitig rockigerem ist recht gut gelungen, auch wenn es vielleicht keine gängige Lösung ist, diesen Übergang weitgehend durch den Gesang selbst zu markieren. Alles in Allem ein Song, der irgendwie Abschiedsschmerz vermittelt – was wohl auch gewollt sein dürfte…


Tracklist
1. We paint December
2. Far from Grace
3. Chasing Shadows
4. High Hopes
5. Liar
6. Lodestar
7. Tears with a Smile
8. Not quite sober
9. Nicole
10. Wait
11. Farewell

Autoren Bewertung

Fazit

Gesamtbewertung: 
 
81
Musik::
 
81
Cover/Booklet::
 
82
Wiederholfrequenz::
 
80
Gesamtkonzept::
 
80
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Yes No
Geschrieben von Carina
October 13, 2009
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Alles in Allem kann man sagen, dass das Album wirklich gut gelungen ist und durchaus seinen Platz im Plattenregal verdient hat- ganz einfach aus folgenden Gründen: eine ausdrucksstarke und tendenziell nicht alltägliche Stimme, wunderbare rockige aber auch melancholische Melodien und wenn daraus dann eine gesunde Mischung „gebastelt“ wird, so hat man dieses Album beschrieben.
 
 


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