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Catharsis Hot

 
Catharsis
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CD Rezension

Artist / Band ELIS
Release Date 27. 11. 2009
Homepage http://www.elis.li
Label Napalm Records
Label URL http://www.napalmrecords.com

Nach dem tragischen Tod der Frontlady Sabine Dünser kurz nach Fertigstellung der Gesangsspuren des letzten Albums „Griefshire“ sind ELIS jetzt nun mit einer neuen Sängerin, nämlich Sandra Schleret, zurück und haben der Musikwelt nun dieses Album vorgelegt – wie das klingt, könnt ihr hier lesen!

Los geht es mit dem Song “Core of life”, der mit ununtermaltem, mehrstimmigem Gesang beginnt, dann aber recht bald in eine nicht sonderlich spannende instrumentale Passage überwechselt, bevor dann Musik und Gesang zusammengeführt werden. Diese Zusammenführung klappt recht gut, solange der Schlagzeugklang nicht zu störend im Hintergrund vor sich hin ballert und somit von der eigentlichen Melodie ablenkt. Gesanglich wirkt das Stück einladend und zeigt von Beginn an die Bandbreite von Sandra´s stimmlichen Fähigkeiten, hat aber durchaus noch Potential was die Ausdrucksstärke angeht. Alles in Allem ein solider Einstieg, dem es nicht an Schwung und Kraft fehlt, jedoch noch Luft nach oben offenbart.

“Twinkling shadow” wirkt über Strecken sehr leicht und beschwingt, auch gesanglich eine gute Leistung: Sandra´s Gesang wirkt natürlich und abwechslungsreich sowie flexibel, und der männliche Gesangspart wirkt sehr passend und ist von der Musik passend untermalt und melodisch unterstützt. Alles in Allem ein eingängiger Song, der im Gedächtnis noch nachschwingt, aber trotz alledem bei mir keine Begeisterungsstürme losreißen konnte.

Weiter geht es mit “Warrior´s tale” – mit Unterstützung von Michelle Darkness wird hier an den Song gegangen, und eine wirklich tolle Atmosphäre konnte geschaffen werden. Dies liegt weitgehend an dem guten Harmonieren der beiden Gesangsstimmen, die durch die verschiedenen Tonhöhen nicht nur leicht kontrastierend, sondern auch ergänzend wirken. Auch gibt die musikalische Untermalung ihr bestes dazu, eine eher düstere Stimmung zu erzeugen, auch wenn die instrumental gehaltenen Passagen den Song eher in die Länge ziehen als ihn zu bereichern.

“Des Lebens Traum – Des Traumes Leben” beginnt mit einem vielversprechendem Gitarrenintro, das auch elektronisch angehaucht ist. Wenn der Gesang einsetzt, setzt auch die Gänsehaut-Zeit ein- aber im Positiven (zumindest weitgehend). Sehr schade ist jedoch, dass der Gesang sehr oft in der Fülle der Instrumente unterzugehen scheint und nicht alleine im Vordergrund steht – auch stört der männliche Gesangpart, da er den Song sehr abgehackt erscheinen lässt, auch wenn er erneut einen angenehmen Kontrast fabriziert. Alles in Allem ist das Lied sehr speziell und schwer zugänglich, zugleich jedoch aber teils eintönig und durch nicht ganz so einfallsreiche Gitarrensoli unnötig in die Länge gezogen…

Darauf folgt mit “I come undone” ein Lied, das basslastig beginnt, jedoch bald seinen Sound ändert und den Gesang im Vordergrund stehen hat, wenn es nicht ein kleines Gitarrenzwischenspiel zu hören gibt. Gesanglich eine gute Leistung, denn der recht hohe Gesang wirkt nicht erzwungen und krampfhaft sondern sehr natürlich und zeigt sogar Ansätze von Emotion, auch wenn nur sehr kleine. Kraftvoll und weitgehend überzeugend ist er jedoch trotzdem, da er mit der Musik zusammen eins stimmiges Gesamtbild abzugeben weiß und die Lyrics auch zum Mitsingen einladen und im Kopf bleiben.

“Firefly” beginnt recht ruckartig bis der Gesang einsetzt. Eben dieser wird oft von einem störenden, fast hämmerndem, Gitarren/Schlagzeug-Klang untermalt, der den Blick vom Wesentlichen ablenkt. Wenn dies aber einmal nicht der Fall ist, so wirkt der Gesang sehr klar und einigermaßen ausdrucksstark, wenn auch etwas emotionslos an manchen Stellen. Im Großen und Ganzen ist es ein Song, der abseits von gut und böse gehandelt werden kann – es gibt nicht, was erwähnenswert positiv oder negativ wäre.

Der Beginn von “Morning Star” erinnert mich an einen Gewehrbeschuss, und zwar hier in Form des Klanges der Drums und der Gitarre, auch wenn der männliche gegrowlte Gesang auch noch da ist – und auch Sandra´s Gesang zeitweise diesen Klang in den Hintergrund drängen kann (aber das Schlagzeug ist durchweg sehr präsent). Gesanglich ist der Song weitgehend angenehm, wenn auch nichts Besonderes bietend – zumindest gibt es ein nettes Gegenstück zum schon erwähnten männlichen und nicht-verständlichen Gesang ab. Wirkliche begeisternd oder im Gedächtnis bleibend ist das Lied nicht, es wirkt wie ein durchschnittlicher Song dieses Genres auf mich.

“Das kleine Ungeheuer” ist der zweite Song mit deutsche, Titel und deutschen Lyrics – vielleicht es an mir, aber finde ich den Gesang schwer verständlich, auch wenn er rein stimmlich wirklich gute und auch vergleichsweise ausdrucksstark gelungen ist. Einmal mehr ist es jedoch der Fall, dass die musikalische Untermalung in den Vordergrund drängt und damit auch den Gesang stört (was sich im Laufe des Liedes zwar bessert, jedoch nicht vollends verschwindet), der einen schönen Kontrast mit dem männlichen Part abgibt. Alles in allem ist dies ein Song, der eine faszinierende Stimmung verbreiten kann und vielleicht noch mehr überzeugen könnte, wenn man den Liedtext durchgehend verstehen könnte.

Als nächstes ist “Mother´s fire” an der Reihe: zu Beginn wirkt der Gesang ein wenig instabil und unkonstant was Tonhöhe und Klang angeht und kann somit in den Strophen herzhaft wenig überzeugen, während der Refrain stabiler und ausdruckskräftiger wirkt. Auch ist dort Sandra´s Stimme voller und kräftiger und harmoniert gut mit der musikalischen Untermalung und den männlichen, tiefen, Parts. Schön zu hören ist hier auch das Gesangliche Spektrum, das Sandra abrufen kann, ohne unnatürlich zu klingen- jedoch leider nicht immer ganz so sicher klingen die Wechsel. Im Großen und Ganzen ein Song voller Höhen und Tiefen, wobei das Gesamtbild tendenziell eher einen negativen Touch hat, da der Song keinerlei roten Faden aufweist.

“Rainbow” beginnt ruhig und schon fast mystisch, man fühlt sich auf Grund der instrumentalen Klänge von Beginn an in eine andere Welt versetzt, was sich das ganze Lied über zu keiner Zeit ändert. Auch der Gesang ist einfach unbeschreibbar faszinierend und zur Musik passend: sanft und doch so kraftvoll, mit sehr viel Gefühl und Aussagekraft versehen – eine wirklich rundum gelungene Kombination; auch wenn die Musik nach einiger Zeit etwas an Geschwindigkeit aufnimmt und „härter“ wird, so bleibt es doch rundum stimmig. Alles in Allem ist ELIS ein wirklich wunderschöner, melancholischer Song gelungen, der fast dazu einlädt die „Repeat“-Taste des Players zu betätigen.

Den Schlusspunkt setzt mit “The dark bridge” ein Lied, das mit einem kraft- und schwungvollen, weitgehend instrumentalen, Teil beginnt, bevor dann Sandra´s melodiöser und recht hoher Gesang einsetzt. Während die musikalische Begleitung eher düster und schwer wirkt, so setzt Sandra´s Gesang das Gegengewicht: grazil und leicht scheint ihr Gesang so dahinzuschweben – aber die Ausdruckskraft bleibt zumindest im Refrain einmal mehr leider auf der Strecke (zumindest für meinen Geschmack), während es bei den Strophen geringfügig besser aussieht. Alles in allem ein solider Song, der aber zumindest mich nicht komplett überzeugen kann, da er irgendwie vor sich hin läuft und keine Sekunde im Gedächtnis bleibt.


Tracklist
1. Core of life
2. Twinkling shadow
3. Warrior´s tale
4. Des Lebens Traum – Des Traumes Leben
5. I come undone
6. Firefly
7. Morning Star
8. Das kleine Ungeheuer
9. Mother´s fire
10. Rainbow
11. The dark bridge

Autoren Bewertung

Fazit

Gesamtbewertung: 
 
70
Musik::
 
72
Cover/Booklet::
 
68
Wiederholfrequenz::
 
68
Gesamtkonzept::
 
70
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Yes No
Geschrieben von Carina
December 14, 2009
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Alles in Album fehlt es hier zwar nicht an Qualität und gesanglichem Talent und Stimmbreite, dennoch fehlt es an Aussagekraft und bei so gut wie allen Songs das gewisse Etwas, das die Song herausstechen lässt aus der Masse der guten Gothic Metal Bands, die auf dem Musikmarkt herumschwirren.
Einen Vergleich mit den „alten“ ELIS sollte man vermeiden, schon alleine aus dem Grund, dass ein Sängerwechsel immer eine Art Neuanfang bedeutet – trotzdem ist hier aber auch der Verlust an Emotion und Wirkung der Songs deutlich spürbar, leider.
 
 


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