Gerade erst wurde bekannt, dass DOMMIN als HIM-Support fungieren werden…da lohnt es sich gleich zweimal, ein Ohr auf dieses Album zu werfen…
Los geht es mit dem Opener “My heart your hands” , der dem Hörer schon sehr gut zeigt, in welche Richtung es gehen wird: elektronische Elemente, die sich mit einem allgemeinen rockigem Klang zusammentun und sich mit leicht Klassischem vermischen, und sehr gut zu dem ausdrucksstarken, gefühlsbetontem und kraftvollen Gesang passen.
“New” beginnt ein wenig ruppiger und rockiger, ohne dass jedoch elektronische Elemente zu kurz kommen. Der instrumentale Beginn ist für meinen Geschmack wesentlich zu lang geraten und auch der Gesang kann mich zunächst nicht wirklich überzeugen, da er zu hoch und unnatürlich auf mich wirkt. Am Zusammenspiel zwischen musikalischer Untermalung und Gesang kann man nichts kritisieren, dennoch gehört der Song durchweg zu der Gattung „nicht überzeugend und eher schwach“.
“Evenfall horizon” und “Without end” sind nur instrumentale Zwischenspiele, die durchweg keine erwähnenswerten Besonderheiten aufweisen und die Frage entstehen lassen, was für einen Zweck diese kurzen Stück erfüllen sollen – denn mehr als das Album unnötig in die Länge zu ziehen tun sie nicht.…
Während “Tonight” mir auf Grund des, für meinen Geschmack, zu hoch geratenem Gesang in den Strophen nicht wirklich überzeugen kann, so ist “Love is gone” umso überzeugender. Warum? Der Gesang klingt wesentlich natürlicher und nicht erzwungen, und auch musikalisch ist der Song kraftvoller und ausdrucksstärker, sodass ein überdurchschnittliches Gesamtbild entsteht.
“Dark Holiday” wirkt Beginn leicht und beschwingt, und zwar nicht nur auf Grundlage der Musik, sondern auch der Gesang passt sich dieser Melodie überzeugend an – und auch wenn nach einiger Zeit die Musik etwas voller und rockiger wird, so bleibt diese für mich fröhliche Grundmelodie durchweg erhalten. Ein Song zum mitswingen, der weniger auf Grund des Gesangs im Kopf bleiben dürfte, sondern eher auf Grund der Melodie…
“Closure” ist für mich zumindest gewöhnungsbedürftig, da sich die Strophen und der Refrain sich nicht nur klangtechnisch, sondern auch melodisch nicht mehr unterscheiden könnten. Während die Strophen musisch und gesanglich teilweise ein bisschen eigenartig klingen und eine Gewöhnungsphase benötigen, so ist der Refrain positiv eingängig, kraftvoll und ausdrucksstark. Diese recht harten Wechsel mögen beim ersten Hören irritierend wirken, aber wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, so ist der Song auf jeden Fall hörenswert!
Weiter geht es mit “Making the most” - ein Song, der mich vollends begeistert hat: kraftvoller und klarer Gesang, der obendrein noch komplett natürlich wirkt, in Kombination mit einer musikalischen Untermalung, die die Aussage des Songs durch die passende Melodie sehr gut unterstützen kann…Ein absoluter Anspieltipp, an dem kein Hören vorbeigehen sollte…
“One feeling“ ist ein Song, der auf Grund der Melodie länger als die Spieldauer im Kopf bleibt – es scheint sich einzunisten, und zwar nicht nur musikalisch, sondern auch gesanglich ist der Song eingängig aber hat doch seine Ecken und Kanten in der Stimme und Gesangstechnik, die ihn wieder interessant machen! Eindeutig ist dies ein Song, der das Prädikat „top“ verdient – ohne Zweifel!
“I still lost” ist nicht ganz so überzeugend und begeisternd wie der Vorgänger, ist jedoch im guten Mittelfeld anzusiedeln, da der Gesang die gewisse Rauheit beinhaltet und auch die Tonhöhe meist in einem angenehmen Rahmen bleibt. Und all das wird kombiniert mit einer musikalischen Untermalung, die weitgehend den Gesang untermalt – wenn auch manchmal das Gefühl bei mir hochkommt, die Musik würde den Gesang ein bisschen in den Hintergrund drängen…
Zu der langsameren Sorte Songs gehört “One eye open” - Klänge der akustischen Gitarre und ein Gesang, der genau wie die musikalische Untermalung im Wind stecken geblieben und verzerrt geworden zu sein – und ehe man sich versieht, ist dieses Zwischenstück nach nicht mal einer Minute schon wieder vorbei. Schade, ich hatte sehr viel Hoffnung darauf gesetzt, dass dies eine wunderschöne melancholische Ballade werden würde…
“Honestly” hat schon fast einen Trance-Rhythmus zu Grund liegend, während der Gesang melodiös ist und teilweise nicht ganz zur Melodie der Musik passt und/oder nicht ganz harmonieren will. Auch die Übergänge in diesem Song sind bei Weitem nicht rund oder fließend – von einer auf der anderen Sekunde wird meistens gewechselt, was mich sehr gestört hat, da außerdem nicht mal ein musikalischer roter Faden zu erkennen war.
Und ganz zum Schluss kommt ein Song, der für mich zu den Highlights des Albums gehört: “Remember” beginnt mit langsamen und sehr melancholisch wirkenden Klavierklängen, und auch als der ausdrucksstarke und gefühlsvolle Gesang einsetzt, bleiben diese Klänge im Hintergrund gut zu hören. Die Kombination von vielschichtiger Musik und Gesang erzeugt eine Gänsehaut-Stimmung, die einen nachdenklich macht und doch zugleich zum Träumen bringt…
Tracklist
1. My heart your hands
2. New
3. Evenfall horizon
4. Tonight
5. Love is gone
6. Dark Holiday
7. Without end
8. Within reach
9. Closure
10. Making the most
11. One feeling
12. I still lost
13. One eye open
14. Honestly
15. Remember






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