„Now“ ist das neuste Stück der japanischen Musiker, mit dem sie die Musikwelt angreifen. Ob es was taugt könnt ihr hier erfahren - und natürlich, ob die Scheibe "alltagstauglich" ist...
Vorweg eine Bemerkung: Der Grossteil der Platte ist in japanischer Sprache eingespielt, nur gelegentlich kommt der englische Sprachschatz der Vier zum Einsatz. Und das obwohl fast alle Namen der Songs auf Englisch sind.
Man nimmt sich die Zeit für ein ausführliches Intro mit „Now (Intro)“. Auffällig ist der Elektrosound, der sich durch das ganze Album zieht. Das Intro ist bis auf einige Sätze gebrochenen Englischs instrumental und hält für den Hörer wenig Überraschungen parat.
„Bit crash“ ist der nächste Titel auf dieser musikalischen Reise durch Japans Rockszene. Auch hier fällt einem wieder der sehr elektronische Sound auf, das Schlagzeug wird eher gestreichelt und die Gitarrenriffs gehen zeitweise unter. Nichts Bahnbrechendes, ich hatte mehr erwartet.
„Alive“ ist etwas härter als die anderen Titel, zumindest am Anfang. Leider wird der relativ gute Eindruck durch den Sprechgesang wieder zerstört. Die Instrumente kommen hier zwar einmal richtig zum Einsatz, was leider nicht viel an meinem Urteil ändern kann. Denn die Mischung aus Pop, Elektro und Rock wirkt seltsam und ist nicht gelungen.
„Beast“ überrascht mit einem überaus poppig-elektronischem Anfang. Abgehackte Gitarren und ein eher schlechter englischsprachiger Refrain bestimmen das Gesicht des Songs. Die Solos sind angenehm, wenn sie auch nicht sehr abwechslungsreich sind, so lenken sie doch von dem zu elektronischen Sound ein wenig ab.
Mit „Nobody“ hat ein sehr ruhiger Song den Weg auf das Album gefunden. Mein persönlicher Favorit, weil die Band hier fast komplett auf elektronische Hilfsmittel verzichtet und mit Gitarre und Schlagzeug eine sehr schöne Melodie produziert. Die Stimme des Sängers ist, ohne den stampfenden Beat im Hintergrund, sehr gefühlvoll und passt sehr gut zu der Melodie.
„Dirty Story“ wirkt wie ein solider Rocksong, bei dem nur der Anfang etwas aus dem Ruder geraten ist. Gute Gitarrenriffs und ein Schlagzeuger, der Spaß hat und auch der Gesang ist gut. Der künstliche Sound vom DJ rückt in den Hintergrund, bis die elektronischen Einschübe in den Solis kommen. Hier wird der ganze gute Eindruck des Liedes (für mich) zu nichte gemacht.
„Arrow“ ist der einzige Track, wo die elektronischen Klänge und der Rocksound einmal perfekt aufeinander abgestimmt sind. Eher gitarrenlastig ist das Stück zu beschreiben. Die sonst so mächtigen Effekte arbeiten im Hintergrund und kreieren somit einen vielschichtigen Song, der gefällt. Ein gelungenes Stück.
Der letzte Titel „Crying Rain“ lässt die CD ruhig und gefühlvoll ausklingen. Auch hier ergänzen sich Instrumente und der elektronische Sound gut. Ansonsten gilt das gleiche wie für „Nobody“, sehr gefühlvoller Gesang und eine wunderschöne Melodie. Weniger ist manchmal einfach mehr.
Tracklist:
1. Now (Intro)
2. Bit Crash
3. No Music No Reason
4. Alive
5. I Think I Can Fly
6. Beast
7. Nobody
8. Suiren
9. Dirty Story
10. Game
11. Driving Time
12. Arrow
13. Border
14. Crying Rain






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