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Bears, Mayors, Scraps & Bones Hot

 
Bears, Mayors, Scraps & Bones
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CD Rezension

Artist / Band CANCER BATS
Release Date 23. 04. 2010
Homepage http://www.cancerbats.com
Label Roadrunner Records
Label URL http://www.roadrunnerrecords.de

Sie haben einen zornigen Hardcore-Giganten erschaffen und einen huldvollen Zerstörer aus Metal auferstehen lassen, doch als wäre das nicht genug, lassen die CANCER BATS 2010 ihrer Zerstörungswut erneut freien Lauf. Brutaler und zerstörerischer als je zuvor. „Bears, Mayors, Scraps & Bones“ wird die Welt noch ein Stück düsterer und barbarischer machen. Ob dem wirklich so ist, lest ihr hier!

Während der Opener “Sleep This Away” weitgehend schwer verständlichen Gesang beherbergt, der aber ansonsten recht gut von der Musik untermalt wird und in sich geschlossen wirkt, ist “Trust No One” schon wesentlich besser zu verstehen. Warum? Ganz simpel, beim zweiten Song ist der Gesang klarer, wird aber leider nicht ganz so überzeugend von der Musik untermalt und wirkt eher etwas konfus.

Fast wie sein Vorgänger kommt “Dead Wrong” daher – gesanglich mittelmäßig zu verstehen mit klarerem und dann teils schwer verständlichem Gesang, aber zeitweilig mit im gedächtnisbleibendem Gitarrenspiel. Trotzdem wirkt der Song nicht wirklich abwechslungsreich, was man von “Doomed To Fail” nicht behaupten kann. Denn dieses Lied überrascht nicht nur mit einer interessanten Mischung aus Gesangsarten und Stimmlagen, sondern kann auch vollends durch die passende musikalische Untermalung punkten und hat zumindest bei mir bleibenden Eindruck hinterlassen.

“Black Metal Bicycle” hat nicht nur einen interessanten Songtitel, sondern konnte mich auch sonst überzeugen – gesanglich eine gute Mischung aus verständlich und nicht verständlich, untermalt mit einer gesund-eingängigen und doch nicht monoton erscheinenden musikalischen Untermalung – damit kann “We Are The Undead” nicht mithalten. Ein wenig chaotisch erscheint mir dieser Song, und zwar nicht nur musikalisch, sondern auch gesanglich wirkt er die meiste Zeit über nicht in sich geschlossen, sondern als hätte man Teilstücke wirr aneinander gereiht.

Bisher hatte mich noch kein Song komplett überzeugen können - “Scared To Death” schafft aber genau dies. Er ist rockig, eingängig und doch auf die Dauer nicht eintönig – der Gesang wirkt angenehm rau und rauchig, hat aber dennoch nicht an Ausdrucksstärke oder Kraft einbüßen müssen und harmoniert wirklich gut mit der Musik. Ein rundum gelungenes Stück, das mir sicherlich noch länger im Gedächtnis bleiben wird!

Ein wenig schwächer ist “Darkness Lives” einzustufen, da es zwar auf seine Art und Weise eingängig und gut gelungen ist, aber dem Sound von Instrumenten und Gesang fehlt der letzte Schliff, da ich teilweise das Gefühl habe, dass der Gesang auf einer Ebene mit den Instrumenten steht – selbiges Problem zeigt sich teils auch bei “Snake Mountain”, bei dem das Gitarrenspiel sehr aufdringlich wirkt und einen immer mehr vom kräftigem Gesang abzulenken weiß und sich auch in die Länge zu ziehen scheint.

“Make Amends” ist ein Song, von dem mir weitgehend nur das Gitarrenspiel im Gedächtnis blieb – und nicht deshalb, weil es einfallsreich, einzigartig oder umwerfend war – nein, es war in den meisten Teilen des Liedes monoton und drängt den auch nicht ganz so kraftvollen Gesang teilweise sogar in den Hintergrund. Genauso durchschnittlich empfand ich “Fake Gold”, da es immer wieder dieses Chaos-Gefühl in den musikalischen Elementen erwachen lässt und der Gesang nicht ganz so voll und aussagekräftig wirkt wie in anderen Songs…

Gut gelungen finde ich “Drive This Stake”, da es wieder diese angenehme und abwechslungsreiche Mischung von verschiedenen, zu jeder Zeit ausdrucksstark klingenden, Gesangsstilen gibt und diese dann auch noch passend (und nicht zu aufdringlich) untermalt wird.

Wesentlich rauchig-klingender kommt “Raised Right” daher – auch sonst ist es ein gewöhnungsbedürftiger Song, dessen recht einzigartiger Gesang mal leicht und mal schwer zu verstehen ist, was aber dem Lied an sich keinen Abbruch tut, da es in sich geschlossen und rund klingt – und sich unheimlich schnell im Gedächtnis festsetzt...

Den Schlusspunkt setzt mit “Sabotage” ein Song, der nochmal die „volle Kanne voraus“-Mentalität des Albums widerspiegelt und ohne zu viel Verspieltheit in Gesang und Musik nach vorne prescht und für meinen Geschmack zu den besseren Liedern der Platte gezählt werden darf.


Tracklist
1. Sleep This Away
2. Trust No One
3. Dead Wrong
4. Doomed To Fail
5. Black Metal Bicycle
6. We Are The Undead
7. Scared To Death
8. Darkness Lives
9. Snake Mountain
10. Make Amends
11. Fake Gold
12. Drive This Stake
13. Raised Right
14. Sabotage

Autoren Bewertung

Fazit

Gesamtbewertung: 
 
55
Musik::
 
52
Cover/Booklet::
 
65
Wiederholfrequenz::
 
54
Gesamtkonzept::
 
54
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Alles in Allem, so muss ich gestehen, bin ich nicht sonderlich begeistert – oftmals kam das Gefühl von herrschendem Chaos auf, wenn ich an die Musik zurückdenke, während es dem Gesang zwar niemals an Kraft, aber stattdessen meistens an Verständlichkeit und wirklicher Überzeugungskraft fehlte.

Irgendwie mitreißend sind die Stücke, die mit einem unheimlich temporeichen Drang herausgespielt werden – aber ob das reicht, weiß ich nicht.

Aber zwei Dinge muss ich ihnen lassen:
zerstörerisch: ja.
düster: ja.

Aber das dürfte nicht den Geschmack von Jedermann treffen - und meinen haben sie damit leider weitgehend nicht getroffen.

 
 


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