KARMA TO BURN bleiben auch weiterhin ihrer Linie treu und spezialisieren sich auf weites gehend instrumentale Stücke auf ihren Alben – so auch wieder bei ihrem nun mehr viertem Album „Appalachian Incantation“. Ausnahmen bestätigen allerdings die Regel, sodass sich auf diesem Album auch zwei Ausnahmen „verirrt“ haben, nämlich einmal „Waiting On The Western World“ und „Two Times“. Gesanglich wurde KARMA TO BURN hierbei von Daniel Davis (YEAR LONG DISASTER) und John Garcia (Ex-KYUSS). Alle anderen Titel werden in gewohnter Manier durchnummeriert – allerdings nicht chronologisch.
Begonnen wird mit „44”, einem etwas länger als fünfminütigem, wie oben schon erwähnt, rein instrumentalem Stück. Von Beginn an wartet das Lied mit eingängigen Rhythmen und druckvollen Riffs auf. Staubtrocken, in Wüstenrock-Manier groovt das Lied durch - ohne jedoch zu langweilen, was man bei rein instrumentalen Stücken erwarten könnte.
Weiter geht’s mit dem Titel „42“. Im Gesamten etwas langsamer gehalten als der erste Track des Albums, entfaltet dieses Stück jedoch einen ebenfalls packenden Charakter, nicht etwa durch komplizierte Songstrukturen, sondern durch seine Einfachheit, in dem man einfach mal die puristischen Klänge der beiden Saiteninstrumente und des Schlagzeugs genießen kann.
Verzerrter und verspielter ging es bei „41“ zur Sache – es wurde mehr in Tempo- und Spielweise variiert als noch bei den beiden Vorgängerstücken. Ziemlich mittig im Stück flacht das Tempo dann schließlich deutlich ab, um eine Rückkehr zum gewohnten Spielraster zu ermöglichen – es wird wieder mit starken Riffs und weniger Verspieltheit vorgegangen.
Mitreißend begann „46“ – allerdings verliert es diesen Charakter recht schnell nach ca. einer Minute wieder, da hier doch etwas zu wenig Abwechslung innerhalb des Tracks fehlt und man sich so in ein viel zu langes Intro eines „normalen“ Liedes hineingeworfen fühlt.
Darauf folgte das erste Lied begleitet von Gesang: „Waiting On The Western World“. Und genau zum richtigen Zeitpunkt, denn auf Dauer besteht eben doch die Gefahr, dass rein instrumentale Stücke etwas lau erscheinen können. Instrumental, wie bei einem Großteil der Lieder, kaum etwas auszusetzen – der Rhythmus ist eingängig, die Instrumente harmonieren perfekt miteinander. Auch der Gesang passt sich perfekt an. Allerdings ist das Lied als ganzen doch etwas weniger mitreißend als z.B. der komplett instrumental gehaltene Opener.
Wieder rein instrumental geht es in „43“ weiter und beginnt direkt einmal mit „Ohrwurm-Riff“, den man so schnell nicht mehr aus dem Kopf oder besser dem Gehörgang kriegt. „43“ reiht sich in Sachen Eingängigkeit und Spielfreude nahtlos an die beiden ersten Tracks des Albums ein.
Von „45“ kann man dies leider nicht ohne Abstriche sagen, zwar an sich kein wirklich schlechtes Lied, doch auf Dauer doch etwas zu langatmig. Bei knappen sechseinhalb Minuten wäre eine Reduzierung der Spieldauer vielleicht besser gewesen. Aber rein technisch kann das Lied überzeugen.
Völlig aus der Reihe tanzt der Track „24“ – zumindest rein auf die Nummerierung bezogen. Mit diesem Stück ist der Band ein leider nur durchschnittlicher bis stark fader Song gelungen, der sich ins Unendliche zieht nach schon knapp einer Minute. Denkste! Nach ca. zweieinhalb Minuten kriegen die Jungs noch einmal die Kurve und hieven durch unglaublich groovenden Sound das Niveau des Tracks noch einmal um eine Stufe hoch.
Zuletzt noch der zweite mit Gesang versehene Song namens „Two Times“, der jedoch auch sehr instrumental gehalten ist. Der rare Gesang lockert allerdings das etwas langatmige Bild, das man von diesem Song kriegen kann wieder etwas auf, sodass man sich nicht allzu sehr gelangweilt fühlt nach einer Zeit.
Tracklist
01. 44
02. 42
03. 41
04. 46
05. Waiting On The Western World
06. 43
07. 45
08. 24
09. Two Times






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