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No Gods
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CD Rezension

Artist / Band JESUS ON EXTASY
Release Date 27. 08. 2010
Homepage http://www.digital-dandies.com
Label Drakkar
Label URL http://www.drakkar-archiv.de

Jetzt liegt das dritte Album von JESUS ON EXTASY schon bald in den CD-Regalen und ist voll von der Erfahrung der Band – egal ob es um´s Touren oder Besetzungswechsel geht, die Desillusionierung darüber, dass man doch kein Rockstar ist oder andere Singe – dies hat die Band zusammengeschweißt, und dürfte einmal mehr Einfluss auf den Sound und die Texte des in Eigenregie produzierten Albums genommen haben…



Mit dem Titel “Revenge” beginnt das Album und ist zugleich das längste Lied des Albums. Ein langer instrumentaler Start, geprägt von eingängigen Klängen aus elektronischem und Instrumentklang zieht das Stück in die Länge – wenn dann aber endlich der Gesang einsetzt, geht es volle Kraft voraus. Während man in den Strophen schon die geballte Kraft von Sänger Dorian´s Gesang bemerkt, so reißt einen der Refrain vom Hocker: kraftvoll, ausdrucksstark und überzeugend. Alles in allem ist der Band ein wirklich abwechslungsreiches Stück gelungen, das Lust auf mehr macht!

Weiter geht es mit “No Gods” – ein von Keyboard geprägter Einstieg verleiht dem Lied eine angenehme Melodie, die sich zwar bei Einsetzen des Gesangs verändert, jedoch trotzdem vom Gitarrenklang getragen wird. Die eingefügten, leicht verzerrten, Gesangspassagen geben dem Lied das gewisse Etwas und auch Dorian´s Gesang in „Normalform“ klingt voll, wandelbar und passt sehr gut zu der Aussage der Lyrics.

“Beauty in your Eyes” beginnt mit Etwas, was ich verzerrtem orientalischen Gesang nennen würde – aber um ehrlich zu sein – der Beginn hat beim ersten Hören sehr starke Irritationen ausgelöst. Nicht ganz so optimal ist der Übergang zum restlichen Teil des Liedes gesetzt worden – ist man dann aber einmal im wirklichen Lied drinnen, so ist alles harmonisch, rockt und kann auch gesanglich begeistern und dank Abwechslung überzeugen!

Sehr fetzig und mitreißend ist “Riot”, auch wenn hier die Übergänge zu keiner Zeit flüssig sind – aber das passt zum Gesamtbild und lässt einen Song mit Ecken und Kanten entstehen, das gesanglich und klanglich genau zum Liedtitel passt! Die leicht verzerrten und gesprochenen Passagen, die wohl die Strophen darstellen, stehen schön im Gegensatz zu dem rau klingendem Refrain (der bei Auftritten sicherlich zum Formen eines Moshpits einladen wird).

Ein wenig ruhiger, aber nicht weniger fesselnd geht es mit “Embrace the World” weiter. Gesanglich wirkt Dorian zerbrechlich, wenn auch festentschlossen und überzeugend. Sehr ruhig und nachdenklich wirken die Strophen auf mich, während der Refrain dann durchweg rockiger wird, ohne aber seine melodiöse Seite zu verlieren. Alles in Allem ist es ein Song, der mich aus nicht nennbaren Gründen faszinierend und seinen Bann gezogen hat…

“Transitoriness” hat sich bei mir zu einem Ohrwurm entwickelt – in einer gewissen Weise eingängig, aber das in einer positiven Bedeutung, und rockig zugleich. Gesanglich kann Dorian einmal mehr zeigen, dass sehr viel Wandelbarkeit in seiner Stimme steckt – sie klingt einfach nie wie zuvor. Musikalisch kann man nicht viel sagen, außer dass es die fast perfekte Untermalung darstellt und auch kleinere Instrumentalpassagen den Song nicht in die Länge zu ziehen scheinen.

Zunächst, nach den ersten Sekunden, dachte ich über “Intoxicated”, dass es ein toller Song zum Tanzen sei. Genauso schnell wie der Gedanke kam, verließ er mich auch wieder nachdem der Gesang einsetzte – nur um dann wieder genauso abrupt zurückzukehren. Eine bunte Mischung aus tanzbaren Klängen und Rock-Feeling, an die man sich erst gewöhnen muss, um sie zu genießen, denn flüssig wirken hier nur die jeweiligen Lied-Bestandteile in sich selbst.

“Movie Star” beginnt wesentlich ruhiger als sein Vorgänger (und von Beginn an mit Gesang, hier eher gesprochen, aber dennoch), nur umso rabiater an die 100% Rock hinein zu preschen – und irgendwie passt das auch. Genauso passend präsentiert sich der Gesang das ganze Lied über, auch wenn im Refrain die Musik zeitweilig ebendiesen Gesang in den Hintergrund zu drängen scheint.

Zwischen ruhig und laut ist “Shelter me” gefangen : ein ruhiger Beginn, ein gut gelungenes Gitarrenzwischenspiel, das dann in einen wirklich vollen Klang überwechselt und einen eher beachtlichen Teil des Liedes ausmacht. Ein bisschen mehr Text hätte dem Lied durchaus keinen Abbruch getan, aber trotz dieser Kritik ist es ein Lied, das nett anzuhören und eingängig ist – aber auch nicht mehr.

Einen ruhigen Schlusspunkt präsentieren JESUS ON EXTASY dem Hörer mit der Ballade “Tonight” – zerbrechlich und voller Melancholie zeigt sich Dorian´s Stimme, die von mindestens genauso nachdenklicher Musik untermalt ist. Mit diesem Lied ist ihnen ein wirkliches Gänsehaut-Stück gelungen, dass nicht nur durch den Gesang (der teils auch sehr passend zweistimming zu hören ist), sondern auch als Gesamtkonzept meist (von einigen elektronischen und eher unangemessenen Elementen abgesehen) nicht überzeugender sein könnte.


TRACKLISTE:
1. Revenge
2. No Gods
3. Beauty in your Eyes
4. Riot
5. Embrace the World
6. Transitoriness
7. Intoxicated
8. Movie Star
9. Shelter me
10. Tonight

Autoren Bewertung

Fazit

Gesamtbewertung: 
 
97
Musik::
 
97
Cover/Booklet::
 
94
Wiederholfrequenz::
 
99
Gesamtkonzept::
 
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Yes No
1 of 2 Besucher fanden folgende Bewertung nützlich
Da ist JESUS ON EXTASY ein wirklich abwechslungsreiches und auch klanglich einzigartiges Album gelungen, das aber trotz alledem an ein paar wenigen Stellen seine Macken hat (für meinen Geschmack).

Dorian´s Gesang kommt durchweg sehr gut zur Geltung und er kann seine volle Wandlungsfähigkeit zur Schau stellen – und das gelingt sehr gut, denn immer wirkt es authentisch, ausdrucksstark und zu den Lyrics passend.

Aber nicht nur gesanglich zeigt die Band eine große Bandbreite, nein, auch rein musikalisch wird die Musik nie langweilig oder eintönig und hat einige Facetten zu bieten.

Daher ist das Album alles in Allem wirklich zu empfehlen und hat mich überzeugt – und bleibt vielleicht sogar gleich in meinem CD-Spieler…
 
 


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