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Dirt Hot

 
Dirt
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65 (1)

CD Rezension

Artist / Band KIDS IN GLASS HOUSES
Release Date 06. 08. 2010
Homepage http://www.kidsinglasshouses.com
Label Roadrunner Records
Label URL http://www.roadrunnerrecords.de

2007 gegründet, hat das Quintett aus Süd-Wales schon einiges geschafft. Auszeichnungen, eine Tour mit den LOSTPROPHETS und der Titel als „Beste Newcomer des Jahrhunderts“ (Kerrang!) wollen verdient sein. „Dirt“ ist das mittlerweile zweite Studioalbum, ob es gelungen ist könnt ihr hier erfahren…

Mit gedämpften Instrumenten wird der Hörer bei „Artbreaker I“ begrüßt. Schnell setzen die Instrumente in der gewohnten Lautstärke ein und der Gesang rundet den ersten Titel ab. Einzig das plötzliche Ende stört ein wenig.

 

Umso erstaunlicher ist das sehr gute Anschließen von „The Best Is Yet To Come“. Und obwohl der Song um einiges ruhiger und gesanglich deutlicher um die Ecke kommt, passen beide Lieder sehr gut zusammen. „The Best…“ zeichnet sich zudem dadurch aus, dass der Titel sehr eingängig ist.

 

Weiter geht es mit  „Sunshine“. Hier beweist Sänger Aled Phillips, dass er auch hoch singen kann. Die hohen Passagen werden sehr gut gemeistert und bieten einen angenehmen Kontrast zu den kraftvolleren Teilen im Refrain.

 

„Matters At All“ ist ein abwechslungsreiches Stück, bei dem mit elektronischen Klängen experimentiert wird. Ein, meiner Meinung nach, gelungenes Experiment. Der mehrstimmige, eher rockige Refrain, rundete die Sache noch ab.

 

Die nächste Single „Youngblood (Let It Out)“ kommt mit schrägen Gitarren, einem kraftvollen Schlagzeug und mehrstimmigen Gesang daher. Auch hier wechselt die Band sehr gekonnt zwischen verschiedenen Tempi und Rhythmen ohne dass es überladen wirkt.

 

Wer „Lilli Rose“ ist, das werden wir wohl niemals wissen. Sie ist die „Hauptperson“ in diesem Lied. Es werden definitiv nicht die nettesten Dinge über das Mädchen gesagt („…eat your heart out…“), aber trotzdem ist es ein, etwas anderes, Liebeslied. Sehr eingängig vom Refrain her und sehr einfach mitzusingen, ist es ein gelungenes Stück.

 

„Givin’ Up“ ist sehr nachdenklich und ruhig. Ein starker Kontrast zu allen vorhergehenden Liedern, so kommen hier anstelle von übermäßig vielen Gitarren Streicher zum Einsatz. Das Ende des Liedes ist kräftiger und klingt fast wie eine Ermahnung an den Hörer.

 

Der nächste Titel macht extrem viel Spaß beim Hören. „For Better Or Hearse” ist ein wirklich lebensfroher, fröhlicher Song der einem vom ersten Moment mitreißt. Im Hintergrund scheppern Blechbläser mit dem Schlagzeug um die Wette. Im Allgemeinen ist das Zusammenspiel der Instrumente in diesem Lied beachtlich. Bitte mehr davon.

 

„Undercover Lover“ ist ein Duett für das Frankie Stanford von den THE SATURDAYS angeheuert wurde. Die Stimmen passen sehr gut zusammen und Instrumente werden effektiv genutzt um die verschiedenen Stimmen passen zu untermalen. Die erste Single macht einen sehr guten Eindruck mit ihren zeitweise zügigen Tempi- und Rhythmuswechseln.

 

Lied Nummer 10 ist „Maybe Tomorrow“. Es stellt sich mit schrägen Gitarren und einem sehr elektronischen Klang vor. Leider wirkt das Lied zeitweise sehr einfach und elementar, was auch so gar nicht zu dem Rest des Albums passen will.

 

„The Morning Afterlife“ ist wie „Givin’ Up“ ein sehr ruhiges Lied, welches anfangs ohne Schlagzeug, dafür aber mit Streichern und Klavier, aus den Lautsprechern schwebt. Wenn dann das Schlagzeug einsetzt entwickelt der Song eine unglaubliche Tiefe. Hier kann man nichts anderes sagen als: „Gut gemacht.“

 

„Hunt The Haunted“ ist eines von diesen Liedern, wo man sagt: „Das kenn ich, aber ich weiß nicht warum…“. Das muss nicht immer gut enden. Für KIDS IN GLAS HOUSES geht es gerade noch mal gut aus. Trotz großer Ähnlichkeiten zu den LOSTPROPHETS, MY CHEMICAL ROMANCE und anderen Bands ist es ein sehr gelungener Song. Mehrstimmiger Refrain, ein allgemein hoher Gesang und eingängige Instrumente sind bezeichnend für den Sound des Liedes.

 

„Artbreaker II“ ist das etwas andere Outro. Hier zeigt die Band ihre raue Seite, die Instrumente kreischen, Aled singt und schreit nicht mehr ganz so sauber und trotzdem macht es Spaß zuzuhören. Meiner Meinung nach einer der besten Songs auf der Platte.

 


Tracklist

1. Artbreaker I

2. The Best Is Yet To Come

3. Sunshine

4. Matters At All

5. Youngblood (Let It Out)

6. Lilli Rose

7. Givin’ Up

8. For Better Or Hearse

9. Undercover Lover

10. Maybe Tomorrow

11. The Morning Afterlife

12. Hunt The Haunted

 

Benutzerkommentare

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Eine gelungene Scheibe, wenn auch mit einigen (kleineren) Mängeln.

Das Album finde ich persönlich zwar gut aber nicht überragend - Zu oft hatte ich das Gefühl die Songs schon zu kennen.

Mich hat die Scheibe also nicht überzeugt.
Aber wie immer gilt: Hört selber rein und macht euch euer eigenes Bild.

 
 
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