Wenn man Zakk Wylde hört, denkt man sofort an eine Metal-Gottheiten (der nicht nur ein Golden God Award verliehen wurde von Metal Hammer, sondern direkt noch ein Best Guitarist Award vom Revolver Magazin) und verbindet mit dem Namen mehr als 20 Jahre langes Dasein als Ozzy Osbourne Gitarrist. Mit seiner eigenen Band BLACK LABEL SOCIETY veröffentlicht er nun mittlerweile das achte Studioalbum mit dem Namen „Order of the black“.
Ebenfalls interessant zu wissen ist, dass BLACK LABEL SOCIETY bald ihre eigene Headliner Tour, die Berzerkus Tour (u.a. mit Bands wie CLUTCH, CHILDREN OF BODOM und 2CENTS) starten, nachdem sie etliche Jahre feste Institution der Ozzfest Tour waren.
Dass Zakk Wylde nicht umsonst den oben genannten Best Guitarist Award erhalten hat wird schon beim ersten Lied deutlich ersichtlich. „Crazy Horse” bietet die volle Ladung brutaler, eingängiger Riffs, gepaart mit Technik vom Feinsten, inklusive Solo, das einen so schnell nicht mehr loslässt.
Deutlich ruhiger und mit gedrosseltem Tempo geht es bei „Overlord” zur Sache. Wirkt das Lied zu Anfang noch gemächlich und leicht melancholisch durch seine düstere, langsame Spielart, meldet sich Verspieltheit und Rasanz ab Mitte des Liedes wieder zurück, um nach ca. zwei Minuten wieder in das alte (etwas Doom-Metalartige) Raster zurückzuverfallen. Alles in allem ein sehr gut gelungenes Stück, das trotz sechsminütiger Spielzeit zu keiner Sekunde langweilt oder künstlich in die Länge gezogen wirkt.
„Parade Of The Dead” bietet eher den “Old-School-Style” und überzeugt vor allem durch seine wahnsinnig eingängigen Groove, den man auch so schnell nicht mehr aus dem Gehörgang kriegen kann, so erging es mir zumindest.
Etwas besinnlicher geht es mit „Darkest Days“ weiter, einer wunderschönen arrangierten Klavierballade, in dem die Band beweist, dass sie nicht für nur brutale und markante Riffs ein Händchen hat, sondern auch für Balladen, die das gewisse Etwas haben, bei denen man einfach mal vor sich hinträumen kann.
Traumhaft geht es weiter mit „Black Sunday”. Eigentlich bedarf es nur die ersten 25 Sekunden, um verzaubert zu werden von den Gitarrenklängen und vollkommen überzeugt zu sein, dass auch dieses Lied einem alles bietet, was das Metalerherz begehrt. Und enttäuscht wurde ich im Laufe des Liedes zu keinem Zeitpunkt.
„Southern Dissolution” wartet mit feinstem Doom-Metal auf mit schönen langsamen, schweren Gitarrenriffs. Einziger minimaler Kritikpunkt ist, das hier vielleicht doch etwas weniger mehr gewesen wäre, da sich der Track doch verglichen mit den anderen etwas in die Länge zieht.
Mit „Time Waits For No One“ folgte wie schon mit „Darkest Days“ wieder eine klaviergeprägte Ballade, die genauso überzeugen kann wie die erste Ballade. Für diese Leistung Hut ab, nicht jeder schafft es zwei gleich hochkarätige Balladen auf ein Album zu packen.
Genug vor sich hin seniert (dachte sich wohl auch die Band) und machte mit „Godspeed Hell Bound“ Schluss mit Nachsinnen und Besinnlichkeit.
Was liefern sie uns in diesem Lied? Feinsten, beinah epischen Thrash, der einfach unter die Haut geht und überzeugt.
„War Of Heaven” bleibt rein instrumental, hauptsächlich vom Gitarrenspiel getragen. Gerade wenn man sich reingehört hat, ist es aber auch schon vorbei und wird abrupt übergeleitet…
…übergeleitet zu „Shallow Grave”, das mit ruhigem Gänsehaut-Klavierspiel beginnt und allenfalls im Refrain etwas an Tempo und Druck hinter der Klampfe zulegt. Aber genau das macht es so besonders und so markant, dass es einem richtig unter die Haut geht.
Verdutzt war ich zu Beginn von „Chupacabra“… Was kamen da für Klänge aus meiner Anlage??? Akustisches, spanisch klingende Gitarrenspiel??? Und wieder einmal überraschte mich diese Band und dies wirklich positive, denn sie schafft es immer wieder sich egal in welchem Genre, egal in welcher Spielart gut zu Recht zu finden und zu begeistern.
Mehr Metal bietet „Riders Of The Damned” wieder. Besonders gelungen ist die Auflockerung des Liedes durch langsamere Parts und eine epische Klavierspielzeit, die dem Lied noch einmal zusätzlich Atmosphäre und Ausstrahlung verleiht.
Zunächst wie ein verirrter Soundcheck wirkend entpuppt sich auch „January“ als (wie mittlerweile auch nicht mehr anders erwartet) als ein wahres Akustikmeisterwerk mit unglaublich packender Atmosphäre. Mir bleibt nur zu sagen: selber anhören!
Zuletzt noch „Can't Find My Way Home”, eine etwas flottere und temporeichere, wenn auch nicht schnelle Klavierballade, verziert mit feinstem Gitarrenspiel, die noch einmal einen gelungen Abschluss beschert – einen gelungen Abschluss eines famosen Albums.
Tracklist
01. Crazy Horse
02. Overlord
03. Parade Of The Dead
04. Darkest Days
05. Black Sunday
06. Southern Dissolution
07. Time Waits For No One
08. Godspeed Hell Bound
09. War Of Heaven
10. Shallow Grave
11. Chupacabra
12. Riders Of The Damned
13. January
14. Can't Find My Way Home (Limited Digi Pack Bonus Track)






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