Ihr nunmehr zweites Album bringen die Mannen aus Finnland auf den Markt – weitgehend unbemerkt, zumindest in Deutschland. Ob sich das durch dieses Album ändern wird? Wer weiß…
Los geht es mit dem Intro “Initium”, das mit leicht spacigen und durchweg elektronisch gehaltenen Klängen, sowie kurzen gesprochenen Teilen, für mich nicht wirklich ein guter Einstieg in das Album darstellt.
“Strange, strange dark Star” ist recht kraftvoll und auf Grund der Melodie zu Beginn mitreißend, schwach dann aber recht schnell ab Und klingt recht seicht), nur um dann für einen kurzen Augenblick wieder anzuschwellen. Auch finde ich die vielen verschiedenen Melodien in Strophe und Refrain teilweise etwas störend und überflüssig, da die Übergänge bei Weitem nicht flüssig sind.
Elektronisch-angehauchter wirkt “Mission”, auch wenn es sich immer noch in Grenzen hält. Oftmals gesanglich ein wenig schwach um die Brust klingend, was aber durch den teils eingesetzten Backgroundgesang versucht wird zu kaschieren. Ein Song zwischen Gut und Böse, zwischen Gut und Schlecht – mehr kann man dazu nicht sagen.
“Lullaby for Nicole” beginnt instrumental, aber nach kurzer Zeit setzt auch schon der Gesang ein und wirkt auf Grund der Höhe etwas gestellt oder erzwungen. Von diesen kurzen Passagen einmal abgesehen wird dem Hörer ein schwungvoller (aber dennoch zugleich melodischer und melancholischer) und gut anzuhörender Song präsentiert, der sicherlich auch gesanglich zu den stärkeren Stücken des Albums gehört.
Rockiger ist “Everlasting” und hat mich zeitweilig an die wirklichen Anfangszeiten von THE RASMUS erinnert, auch wenn ICONCRASH durchaus ihren eigenen Stil haben. Gesanglich mitreißend, ausdrucksstark und voll und musikalisch sehr gut unterstützt, ist dieses Lied das Highlight des Albums (für meinen Geschmack.
Weiter geht es mit dem Song “Nicole” – elektronisch und nicht wirklich aussagekräftig geht es los, bis dann nach einer zu langen Einführungsphase weiblicher Gesang einsteigt (der eher gesprochen wirkt, als gesungen). Alles in allem ist der Song nicht ansprechend und weit davon entfernt, überzeugend zu sein, was nicht zuletzt an den klanglich schwachen Gesangspassagen und der zu aufdringlichen Musik liegt.
“Never Ever” beginnt wesentlich schwungvoller und weniger elektronisch und hat zumindest einen positiv einprägsamen (auch wenn auf die Dauer eintönigen) Refrain, während es den Strophen zeitweilig an Überzeugungskraft mangelt. Im Großen und Ganzen ein solider Song, der einen zum Tanzen einladen könnte.
Überzeugender kommt “Sleeper” daher: voller Emotion, der Gesang im Vordergrund und ein melodiös-einprägsamer Refrain bestimmen das Lied. Einzig ein paar Übergänge sind etwas zu ruckartig geworden, ansonsten fließt der Song nur so vor sich hin und lädt zum Gedanken abschalten ein.
“Eye of the Storm” ist wohl mein zweiter Anspieltipp. Warum? Ganz einfach: gesanglich ist es eine wirklich überzeugende Leistung. Er schafft es, die Lyrics in den Strophen zerbrechlich und doch mit Fülle zu präsentieren, während der Refrain kraftvoller und noch voller wirkt. Auch ist beides sehr gut musikalisch untermalt und die Liedaussage wird sehr gut unterstrichen. Nicht zuletzt ist es ein Ohrwurm, der noch nachklingt, auch wenn das Lied schon vorbei ist.
Während der Vorgänger von “Fiery Serpents” leicht zu genießen war, so braucht dieser Titel schon etwas mehr Eingewöhnungszeit, was mir schon zu Beginn des Liedes auffiel…Dies liegt wohl daran, dass der Gesang weitgehend immer etwas verzerrt wirkt und nicht so greifbar für die Ohren ist, während die musikalische Untermalung sich daran mit ihren elektronisch-klingenden Elementen anpasst.
“The River” ist einer der Songs, bei denen der Gesang von Sänger ------ zerbrechlich wirkt und es dabei schafft, eine Gänsehaut zu produzieren. Besonders gut gelungen finde ich die eher akustisch-gehaltene Untermalung, da sie den Gesang gut unterstützt ohne aufdringlich zu wirken. Auch die vorhandenen, wenn auch sehr schwachen, Übergänge sind flüssig gelungen und haben zu einem vollends runden und in sich stimmigen Lied geführt, das trotz alledem auf die Dauer von vier Minuten leider etwas eintönig wirkt.
Einen wirklich mehr als ruhigen Rausschmeißer für das Album haben sich ICONCRASH mit “Faith” ausgesucht – ruhiger geht es wohl kaum noch, und auch der sonst auch in ruhigen Teilen kraftvoll wirkende Gesang scheint hier von einigen Schwächen geplagt zu sein. Einzig die musikalische Untermalung hat etwas „Ausstrahlung“, die einen zumindest für kürzere Zeit mit den Gedanken abdriften lässt. Einzig und allein wenn der Song sich dem Ende zuneigt, steigt Tempo und Lautstärke und schwillt schon fast bombastisch an.
Trackliste
---True Will---
1. Initium
2. Strange, strange dark Star
3. Mission
4. Lullaby for Nicole
5. Everlasting
6. Nicole
---Circles of Sigils---
7. Never Ever
8. Sleeper
9. Eye of the Storm
10. Fiery Serpents
11. The River12. Faith






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