ELFENTHAL ist ein Zusammenspiel von der spanischen Produzentin, Komponistin und Opernsängerin Maite Itoiz und John Kelly, dem ehemaligen Folk-Rock-Musiker. Aber nicht nur das haben sie gemeinsam, nein, sie kennen sich seit Kindestagen und wussten schon damals, dass sie ihre Zukunft zusammen verbringen werden – und so kam es dann auch…
Was musikalisch bei solch einer Kombination herauskommt, erfahrt ihr im Review!
Gesanglich ausdrucksstark und klar geht, aber wenig instrumental untermalt, es mit “Caritas abundat in omina” los. Das Lied ermöglicht dem Hörer eine grobe Schätzung, in welche musikalische Richtung das Album gehen wird und was man zu erwarten hat.
Durchaus nicht zum ersten Mal findet man eine Version von “Cuncti simus concanentes” auf einer CD. Was hier sehr harmonisch und instrumental sehr schön klingt, entwickelt sich im Verlauf des Liedes zu einem scheinbar immer schneller werdendem Karussell, durch das die zumindest auf mich magische Wirkung des Liedes komplett verloren geht. Rein gesanglich gesehen eine wirklich lupenreine Vorstellung und auch musikalisch gut gelungen, aber wenn die Seele des Liedes zu fehlen scheint, bringt auch all dies nichts.
“Non e gran cousa” hat einen weitaus besseren Eindruck auf mich gelassen, besonders die Duett-Passagen, die stimmlich sehr gut zusammenpassen und harmonieren. Ein wenig unnatürlich wirken hingehen die hohen weiblichen Gesangspassagen, bei denen auch teilweise die Flötenklänge etwas zu ablenkend wirken. Im Großen und Ganzen ein Song, der mich zwar auf Grund meines Geschmacks nicht begeistern kann, aber durchweg eine gute Leistung präsentiert.
Sehr schön gelungen ist “Nino Dios” – ein Song, der mich von Anfang bis Ende überzeugen kann. Durchweg ruhig und doch sehr ausdrucksstark und kräftig klingt das Lied, welches einen vom Klang her zum Träumen einlädt. Die einzeln gesungenen Passagen, sowie die zweistimmigen Passagen klingen sehr gut aufeinander abgestimmt und haben doch genug stimmlichen Kontrast, um herauszustechen. Alles in Allem ein Lied, das im Gedächtnis bleibt und durchweg zum erneuten Anhören einlädt.
“O Magnum Mysterium” klingt zu Beginn wirklich mystisch und der weibliche Gesang passt sehr gut in die aufgebaute Stimmung, die aber durch die zweite einsetze Stimme schon wieder zerstört wird. Immer mehr verschwindet die instrumentale Untermalung des Liedes und der reine Gesang bleibt über – und auch dieser wirkt auf Grund der versetzten Einsätze eher wirr und unübersichtlich.
Sehr ruhig und melancholisch beginnt “Elfenthal” und auch im Fortgang des Liedes bleibt es ruhig und weitgehend instrumental, was ich als sehr angenehm empfinde, da sich die Instrumente viel Harmonie präsentieren und doch mit abwechslungsreichem Klang überzeugen können.
“Congaudeant catholici” besteht einzig und allein aus mehrstimmigem, weiblichen Gesang, der sich nach einiger Zeit in die Länge zu ziehen scheint. Auch wenn es rein stimmlich sicherlich als qualitativ sehr hochwertig einzustufen ist, fehlt das gewisse Etwas, fehlt die Abwechslung und etwas, was den Hörer bis zum Ende dazu bringt, sich das Lied anzuhören.
Bei “Wolfskind” stört mich das zeitweilig sehr künstlich klingende Deutsch, welches einen Touch hat, der nicht ganz zum sonst runden Gesamtbild passen will. Außerdem unterstützt die Musik den hochwertigen Gesang zu oft nicht, sondern wirkt dissonant und störend und verleiht dem Hörer den Eindruck, dass der Gesang nicht notwendigerweise im Vordergrund steht – was schade ist, denn die Lyrics sind wirklich gut gelungen.
Trackliste
1. Caritas abundat in omina
2. Cuncti simus concanentes
3. Si dolce è´ l tormento
4. Non e gran cousa
5. Mas vale trocar
6. Canarios
7. Nino Dios
8. A que por muy gran fremosura
9. O Magnum Mysterium
10. Dindirindin
11. Imperayritz de la ciutat joyosa
12. Elfenthal
13. Si abrá en este baldrés
14. Congaudeant catholici
15. Hoy comamos y bebamos
16. Wolfskind






REVIEWS







