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Sparks Hot

 
Sparks
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CD Rezension

Artist / Band FICTION PLANE
Release Date 01. 10. 2010
Homepage http://www.fictionplane.com
Label Roadrunner Records
Label URL http://www.roadrunnerrecords.de

FICTION PLANE ist ein englisches Trio, dass sich 2001 unter dem Namen „Santa’s Boyfriend“ gegründet hat. Ihr 3. Album ist in die Läden gekommen und was die Briten zu Stande gebracht haben erfahrt ihr hier.

Auf ins Getümmel mit „You Know You’re Good“, einem eher kühlen Einsteiger. Der Einsatz der Instrumente ist sehr minimalistisch gehalten und auch der Gesang wirkt immer etwas unterkühlt. Irgendwie macht aber genau diese Kühle den Charme des Liedes aus. Schon beim ersten Lied werden sich die Geister scheiden. Entweder man liebt oder man hasst es, etwas anderes gibt es da nicht.

 

Mit „Out Of My Face“ taut die Band etwas auf. Das Lied ist sehr melancholisch und wird nur durch das etwas schnellere Solo aufgelockert.

 

„Push Me Around“ ist ein wahrer Stimmungsheber nach so viel Schwermütigkeit. Auffällig ist hier der hohe Hintergrundgesang und die sehr eingängige Melodie - diese verschwindet nämlich nicht mehr so schnell aus dem Ohr.

 

„Talking“ erinnert mich persönlich ein wenig an „Hello Joe“ von den Beatsteaks. Die Melodie wirkt ähnlich abgehackt, der Gesang ist jedoch ein ganz anderer. Im Solo kann der Gitarist zum ersten Mal beweisen, was er wirklich kann. Leider ist genau der Part vom Lied etwas zu kurz geworden. Ansonsten ist der Song aber gut gelungen.

 

Lied Nummer fünf hört auf den Namen „Revenge“. Es geht – ganz klar – um Rache. Und darum, wie unsere Gesellschaft aussehen würde, wenn das Gesetz der Rache gelten würde. Die Melodie ist im Gegensatz dazu fröhlich und der Gesang wirkt leicht verspielt durch Betonung der letzten Silbe einiger Worte.

 

„Two Sparks“ stützt sich sehr stark auf den Gesang. Die Instrumente spielen anfangs nur eine untergeordnete Rolle, im Refrain rücken sie mehr in den Vordergrund. Sobald der Refrain vorbei ist, kehrt der Minimalismus zurück und bestimmt das Bild des Liedes.

 

Wer ist dieser „Tommy“, von dem Titel Nummer 7 handelt?

Der Song an sich ist ziemlich düster und erinnert ein wenig an Muse. Schräge Gitarren- und Bassklänge bestimmen die Strophen. Im Refrain wird das Lied freundlicher und wirkt wesentlich leichter. Was Schade ist, denn genau dieses Lied hat den etwas übertriebenen melancholischen Vibe der Band etwas abgeschwächt.

 

Ein ganz leises Schlagzeug, welches immer lauter wird läutet „Humanoid“ ein. Der Gesang ist anfangs relativ schwer verständlich, weil er extrem leise ist. Mit der Zeit wird er lauter, bliebt im Großen und Ganzen allerdings gedämpft.

 

„Zero“ ist bedächtig und düster. Der Text passt zur Melodie, die Anfangs langsam ist und dann etwas schneller wird. Der Bass schwingt immer im Hintergrund mit und drückt die Stimmung effektiv in die richtige Richtung. „Zero“ ist mein persönliches Highlight.

 

„Russian LSD“ ist ein etwas träges Lied, das leicht swingig wirkt. Die Melodie hat Ohrwurm-Charakter und wirkt schnell sehr vertraut. Aufgelockert wird das Stück von einem etwas unkonventionellen Instrumental. Danach nimmt die Band wieder ihre Routine auf.

 

Das letzte Lied auf der Platte ist „Denied“ – ein melodiöser Song mit angenehmen Gesang, der das Album ruhig und doch mit einer guten Portion rockigem Klang ausklingen lässt.

 



Tracklist

1. You Know You’re Good
2. Out Of My Face
3. Push Me Around
4. Talking
5. Revenge
6. Two Sparks
7. Tommy
8. Humanoid
9. Zero
10. Russian LSD
11. Denied

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Wer auf Bands wie „The Kooks“ steht, der sollte sich diese Scheibe zulegen.
Der Rest sollte vielleicht eher die Finger davon lassen, denn Britpop ist nicht für jeden Geschmack geeignet.

 
 
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