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Thank you for the pain Empfohlen Hot

 
Thank you for the pain
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CD Rezension

Artist / Band BELOVED ENEMY
Release Date 25. 03. 2011
Homepage http://www.belovedenemy.com
Label Rodeostar
Label URL http://www.rodeostar.de

BELOVED ENEMY ist die Band um den markanten Sänger Ski-King, die 2006 gegründet wurde und nun ihr zweites Album auf den Markt bringt. Wie das Werk gelungen ist, erfahrt ihr hier!

Mit “Thank You For The Pain” ist auch sogleich der Titel-Track an Stelle Nummer Eins des Albums – musikalisch und gesanglich abwechslungsreich und stimmig präsentiert sich der Song, der dem Hörer aber nur einen ganz kleinen Vorgeschmack auf die restlichen Stücke des Albums geben kann. Dennoch lädt es den Hörer zum Weiterhören ein, da das Stück rockig, vielseitig und einfach mitreißend ist.

Zumindest für meinen Geschmack ist “Friendly Fire” ein eher untypischer Song von BELOVED ENEMY – wesentliche punkiger und gar nicht düster, sehr gitarrenlastig und oftmals nicht ganz so typischer Gesang (ja, auch diese Passagen sind von Ski gesungen, wie ich erfuhr). Zeitweilig fließt dann auch Ski´s Gesang wieder in das Lied ein und ermöglicht einen schönen Kontrast zwischen den beiden Gesangsstimmen. Alles in Allem ein Song für sich, der zumindest bei mir zwei Durchläufe brauchte, bis ich mich mit ihm anfreunden konnte.

Sehr rockig und doch wunderbar einprägsam ist “Die Alone” – Ski King´s Stimme zaubert während den Strophen eine Gänsehaut auf den Körper des Hörers, während der Refrain noch rockiger und wuchtartiger auf einen zukommt. Musikalisch kann der Daumen auch nur nach oben zeigen, denn die aufgebaute Atmosphäre zu keiner Zeit zu Bruch und unterstützt den Gesang sehr flüssig - und das trotz der Fülle und Lautstärke in manchen Teilen des Liedes. Eine gute Mischung aus ruhigeren und doch durchweg kraftvollen Passagen und dann den vollen und sehr mitreißenden Passagen – mehr kann man von einem vollends gut gelungenen Song nicht erwarten!

Weiter geht es mit “Coma Void”, das instrumental und abwechslungsreich beginnt und nicht ganz so düster wie der Vorgänger daherkommt, sondern eher die normal rockige Schiene fährt und einen wesentlich klareren und höheren Gesang hat. Einmal mehr wird deutlich, wie vielseitig Ski-King´s Gesang ist und trotzdem noch vollends natürlich und 100%ig ausdrucksstark und authentisch klingt. Alles in allem ein runder Song, auch wenn die Übergänge von Strophe zu Refrain etwas runder hätten sein können.

“Doors” beginnt mit weiblichem Gesumme und ansonsten ist es recht lange instrumental gehalten, bevor Ski-King´s melancholischer und schwermütiger Gesang einsetzt und sofort eine besondere Atmosphäre kreieren kann. Die Lautstärke steigt im Verlauf des Liedes immer wieder zeitweilig an und auch Ski´s Gesang wirkt rauer, zerstört dadurch aber die Atmosphäre nicht, sondern schafft es, eine Art Spannungsbogen einzubauen. Der weibliche Backgroundgesang sowie die musikalische Untermalung mit einigen instrumentalen Passagen wirken sehr stimmig und untermalen den hauptsächlichen Gesang sehr effektiv.

Elektronisch angehauchter kommt zumindest der Beginn von “Das Boot” daher. Recht psychodelisch und düster wirkt die musikalische Gestaltung und auch der Gesang ist leicht (und später dann zeitweilig sehr) verzerrt und wirkt mystisch während den Strophen. Der Refrain ist gesanglich etwas klarer und weniger düster, dennoch gibt es dort Teile, in denen der Gesang nicht ganz so im Vordergrund steht, wie es vielleicht sein sollte. Alles in Allem konnte mich das Lied während des Hörens nicht ganz überzeugen, da hier zu viele musikalische und gesangliche Elemente aufeinandertreffen, die mir nicht zusagen.

“Generation Download” hat ein recht langes instrumentales Intro, bevor dann der vergleichsweise leise und nicht gut verständliche Gesang einsetzt. Nach diesem Beginn wechselt der Gesang zu der härteren Gangart, bleibt aber schwer verständlich – dies wird verstärkt, da auch die Musik lauter und härter wird und sich in den Vordergrund zu drängen scheint. Alles in Allem ein eher unrundes und nicht ganz überzeugendes Stück, das aber dennoch auf Grund des Rhythmus wenigstens mitreißen kann.

Melancholisch und doch noch rockig ist “Lost”. Sehr ruhig und mit zweistimmigem Gesang beginnt der Song um dann vorerst auch eher dezent und angemessen musikalisch untermalt weiterzugehen. Der Song bleibt im Verlaufe nicht ganz so ruhig, aber der rote Faden ist deutlich zu erkennen und wird auch trotz vieler Wechsel in der Melodie nicht zerstört. Gesanglich sehr voll, ausdrucksstark und berührend, unterlegt mit der passenden musikalischen Unterstützung – ein rundum gelungenes Lied, das einen schon fast zum mehrfachen Hören zwingt.

Elektronisch verzerrt beginnt “Part Of It” – nicht nur die Instrumente sind verzerrt, sondern auch der eher im Hintergrund stehende Gesang, der aber zum Glück sehr schnell aufklart und dann wieder im Vordergrund steht. Im Verlauf des Songs wird der Gesang immer wieder leicht verzerrt, dann aber mit weniger musikalischer Untermalung präsentiert, sodass alles rund klingt. Im Großen und Ganzen ist das Lied sehr abwechslungsreich, aber auch sehr eigenwillig auf eine Art und Weise – es mag sein, dass der ein oder andere etwas Zeit brauchen wird, sich mit dem Lied anzufreunden.

“Psycho Girl” wird musikalisch seinem Titel gerecht – besonders der Refrain mit dem leicht elektronisch klingenden Backgroundgesang schafft es recht gut, die Lyrics zu unterstützen. In den Strophen kann Ski einmal mehr mit Ausdrucksstärke und Wandelbarkeit punkten – und das Gesamtbild kann als rockig und mitreißend beschrieben werden, auch wenn der Song zumindest mir nicht ganz so lange im Gedächtnis blieb.

Düsterer kommt “The Long Walk” daher, was wohl an der Kombination von musikalischen Elementen und Ski´s Gesangsstimme liegt. Die Kombination ist gut gelungen und harmoniert besonders während den Strophen, während im Refrain die Musik etwas sehr ablenkend wirkt und auch der zweite Gesangspart eher im Gedächtnis bleibt. Ein recht rundes Gesamtbild ist hier einmal mehr gelungen, die einbauten und sich immer wiederholten Teile der Lyrics bleiben einem wirklich im Gedächtnis, ob man es will oder nicht.

Noch einmal düsterer ist “Running Man”. Der Song startet mit Gewitterklängen, bevor dann der leicht bedrohlich klingende Gesang von Ski einsetzt und von der Musik gut unterstützt wird. Von der ersten Sekunde an wurde hier eine Atmosphäre aufgebaut, die einem Horrorfilm in nichts nachstehen würde. Ski´s Gesang zieht einen in den Bann und bleibt im Gedächtnis; besonders der Refrain erscheint einprägsam, auch wenn die instrumentalen Elemente etwas leiser hätten sein können – aber das ist auch der einzige Minuspunkt der Liedgestaltung.

Den Schluss des Albums markiert mit „The Stand” ein Song, der mit akustischen Gitarren eingeläutet wird, die dann Ski´s tiefen und ruhigen Gesang passend begleiten. So wenig untermalt bleibt der sich wandelnde Gesang aber nicht lange, da sich nach und nach im Hintergrund sich weitere Instrumente ansammeln. Nach einem wirklich harten Übergang (schon fast einem Schnitt) geht es wesentlich rockiger und mitreißender im Refrain weiter, auch wenn jede Strophe wiederum ruhig gehalten ist. Die Übergänge zwischen diesen Passagen wirken alles andere als rund, was aber auch der einzige Minuspunkt des Stückes ist.


Trackliste:
1. Thank You For The Pain
2. Friendly Fire
3. Die Alone
4. Coma Void
5. Doors
6. Das Boot
7. Generation Download
8. Lost
9. Part Of It
10. Psycho Girl
11. The Long Walk
12. Running Man13. The Stand

Autoren Bewertung

Fazit

Gesamtbewertung: 
 
93
Musik::
 
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Cover/Booklet::
 
86
Wiederholfrequenz::
 
94
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BELOVED ENEMY haben es geschafft ein Album zu produzieren, dass bei Fans von eher Gothic-angehauchten und alternativen Musik auf jeden Fall ein Platz im heimischen CD-Regal verdient.

Musikalisch abwechslungsreich und dabei immer authentisch – die sehr gute Mischung aus schnellen und ruhigen Tönen und Ski´s ausdrucksstarken und begeisternden gesanglichen Leistung macht die Scheibe weitgehend einfach mehr als nur überzeugend.
 
 


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