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Heathen Warrior Hot

 
Heathen Warrior
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CD Rezension

Artist / Band STORMWARRIOR
Release Date 27. 05. 2011
Homepage http://www.stormwarrior.de/
Label Massacre Records
Label URL http://www.massacre-records.com/

Einiges aufzuweisen haben die Jungs von STORMWARRIOR alle male: Auftritte auf den größten europäischen Metalfestivals (u.a. Wacken Open Air und Bloodstock), Tourneen mit Koryphäen wie FIREWIND oder GAMMA RAY, tatkräftige Studiounterstützung durch Kai Hansen (GAMMA RAY und Ex-HELLOWEEN) und vor allem ein richtig starkes Vorgängeralbum mit „Heading Northe“.

Ob sie sich somit die Erwartungslatte zu hoch gesetzt haben oder an ihre bisherigen Erfolge musikalisch wieder anknüpfen konnten? Lest hier!

 

Eröffnet wird das Album mit dem Titel „...Og Hammeren Haeves Til Slag...“ , in dem einem erst ein sanfter Windhauch ins Ohr säuselt, gefolgt von klarem, rhythmischen Gitarrenpicking, dem nach kurzer Zeit ein stärker verzerrtes Gitarrenspiel hinzutritt und schließlich mit einem unwetterartigen Donnersound endet und zum zweiten Titel des Albums überleitet…

 

… zum gleichnamigen Albumtitel „Heathen Warrior“, das direkt einen dynamischen Start hinlegt. Mehrstimmiger Gesang unterlegt Teile der Strophen, aber vor allem den Refrain und bringt diesen so noch stärker zu Geltung. Mittig platziert ist ein Längerer rein instrumental gehaltener Part, bei dem die Gitarristen Alex Guth und Lars Ramcke ihre Klasse unter Beweis stellen. Es schließt sich ein dunkel gehaltener chorartiger Gesangspart an, der einem noch mal Gänsehaut zaubert.   

„The Ride Of Asgard” ähnelt dem vorangegangenen Song in der Songstruktur, auch hier wieder mehrstimmiger Gesang zur Unterlegung, mittig platzierte längere instrumentale Parts und ein leichtes Tempoabflachen in Richtung Refrain. Insgesamt wirkt der Song aber doch etwas epischer, nicht zuletzt durch selten, aber sehr gezielt eingesetzte Synthesizerklänge.

 

 Mein erster Gedanke bei „Heirs To The Fighte“ war, dass sich so langsam das Lieblingswort der Band auf Lyrikebene herausstellt, nämlich,  nicht ganz unerwartet,  „Warrior“…  Besonders gelungen in diesen Song sind die Bridges, die durch leichte Instrumentalisierung und finsteren Gesang ein echtes Highlight sind.

 

„Bloode To Bloode” ist stärker schlagzeuglastig als die vorangegangenen Lieder und wirkt somit vorantreibender als die vorherigen Lieder. Der Refrain geht sehr schnell ins Ohr und vor allem ins Gedächtnis, nicht zu letzt durch seine recht simple, aber nicht weniger wirkungsvolle Struktur. Nur das Ende ging nicht so wirklich in mein Ohr rein, da es mir etwas zu künstlich gedehnt vor kam.

 

„Fyre & Ice” wirkte auf mich zunächst vor allem alt bekannt – aber nicht weniger eingängig und stark vor allem hinsichtlich der Gitarrenarbeit. Doch auch nach mehreren Durchläufen in meinem Player klang mir der Song immer noch stark von Bands wie HELLOWEEN und RUNNING WILD geprägt vor, was nicht weiter verwunderlich, wenn man beachtet, dass auch STORMWARRIOR aus Hamburg stammen, dennoch betrachte ich solche musikalischen Parallelen immer etwas kritisch, da sich mit diesem Song ein kleiner Stilbruch auf dem Album auftut.

 

Mit „The Returne” heißt es dann doch wieder back to the roots, auch wenn dieser Song immer noch ein wenig an eben genannte Bands erinnert, aber nicht mehr in so starkem Maße wie bei „Fyre & Ice”. Man merkt wieder klarer die Einflüsse von STORMWARRIOR selbst, vor allem gegen Ende hin, in dem wieder ihr typischer, episch gestalteter mehrstimmiger Gesang zum Tragen kommt.

 

Langsamer kommt „Wolven Nights” daher. Und beginnt bärenstark mit hübsch verzerrt, düsterer Gitarre, voranpreschendem Schlagzeugspiel und finsterem Gesang, der durch teils höhere und mal tiefere Stimmen ergänzt wird und somit eine packende Atmosphäre kreiert. Gleiches Phänomen zeigt sich am Ende, so dass der Song insgesamt schön gerahmt wirkt und klar durchdacht. Für mich eines der Highlights des Albums.

 

Mit „Ravenhearte” hingegen konnte ich von Anfang an deutlich weniger anfangen. Insgesamt wirkt der Song etwas zu gehetzt auf meine Ohren und die textliche Ebene etwas unkreativ gehalten. Andere mögen mehr mit diesem Song anfangen können.

 

Ganz gespenstig ruhig wird „The Valkyries Call” eingeleitet, versehen mit verzerrten Gitarren und durchschlagendem Schlagzeugspiel. Wieder einmal wird mit mehrstimmigem Gesang gearbeitet und wieder einmal entsteht eine epische Atmosphäre, die das ganze Lied über aufrecht gehalten wird und wie schon „The Ride Of Asgård“ einen Hauch nordische Mythologie gelungen musikalisch umsetzt.

 

Zuletzt dann noch „And Northern Steele Remaineth“. Die erste Minute füllt ein Intro aus, das einfach nur Gänsehaut hervorruft und Vorfreude auf mehr macht. Und man wird keinesfalls enttäuscht. Gegen Ende des Albums ist der Band noch einmal ein Song gelungen, der vor Abwechslung nur so sprüht und einen wirklich gelungen Abschluss dieses Albums darstellt.  

 

 Tracklist

 1. ...Og Hammeren Haeves Til Slag...

 2. Heathen Warrior

 3. The Ride Of Asgård

 4. Heirs To The Fighte

 5. Bloode To Bloode

 6. Fyre & Ice

 7. The Returne

 8. Wolven Nights

 9. Ravenhearte

10. The Valkyries Call

11. And Northern Steele Remaineth

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Insgesamt auch wieder ein richtig starkes Album von STORMWARRIOR, das mir persönlich jedoch etwas weniger schnell und dauerhaft ins Ohr ging als das Vorgängeralbum, indem die Band sich selbst extrem hohe Ansprüche stellte.
Nichts desto trotz werden einem hier eingängige Gitarrenriffs, durchdringende Bass- und Schlagzeugparts geboten und markante Gesangsleistungen mit viel Abwechslung. Vielleicht kann STORMWARRIOR in ihrem nächsten Album noch ein wenig mehr von ihrem Potenzial herauskitzeln und ein gleichstarkes Album (oder stärkeres) wie „Heading Northe“ hervorbringen, ich bin gespannt!

 
 
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