QUEENSRŸCHE wurden 1981 gegründet und veröffentlichen mit „Dedicated to Chaos“ ihr nun mehr zwölftes Studioalbum.
Was sich die Jungs diesmal so einfallen ließen – lest hier!
CD rein in die Anlage und los geht’s und zwar mit dem Song „Get Started”. Der Song wirkt insgesamt recht locker bis heiter, die gesangliche Leitung kann überzeugen und die Instrumentalisierung ist zwar recht einfach gehalten, unterlegt die Gesamtatmosphäre aber gut.
Mit einem leicht gewöhnungsbedürftigen, elektronisch verzerrten Intro startet „Hot Spot Junkie“. Dem Intro folgen rhythmische Gitarrenriffs und der Refrain wird durch das durchdringende Schlagzeugspiel gut in Szene gesetzt. Das ziemlich gegen Ende platzierte Gitarrensolo setzt ein zusätzliches Highlight. Und schließlich endet der Song mit einem ähnlich gewöhnungsbedürftigen Sound wie im Intro – gewöhnungsbedürftig allerdings nicht negativ gemeint, sondern überraschend, neuartig.
„Got It Bad” versetzt einen anfangs in einen leicht trancheartigen Zustand. Gesanglich wird hier auf Mehrstimmigkeit und Untermalungen gesetzt. Der Sound der einem geboten wird hat nichts mehr mit den Anfangsalben der Band zu tun, stattdessen wird einem hier ein beinah schon Bluesrock-artiger Sound geboten.
Ruhig und orchestral kommt „Around The World” daher, der anfänglich sehr ausdrucksstarke Gesang wird einzig von einem Klavierspiel begleitet, bevor schön verzerrte Gitarre einsetzt. Diese orchestral, gehobene Stimmung bleibt das ganze Lied überstimmen, Gitarrentechnisch wird immer mal wieder variiert. Bis jetzt einer meiner favorisierten Songs auf dem bisherigen Album.
Der Eindruck von „Got It Bad“ setzt sich in „Higher“ nahtlos fort, auch hier wird wieder mit verschiedenen musikalischen Experimenten gearbeitet, ohne unbedacht aneinander gereiht zu wirken. Allerdings kann dieser Song mich persönlich eher weniger überzeugen, andere mögen darin ein kreatives Experiment der Band sehen, mir viel es schwer den Song ins Ohr zu bekommen.
Wieder etwas rockiger ging es in „Retail Therapy“ von statten, in dem man wieder etwas mehr Druck hinter der Gitarre. Vor allem auch das Bassspiel wird in diesem Song streckenweise stark betont, was eine gelungene Abwechslung bietet. Gesanglich wird der Refrain gut unterlegt.
Von Anfang an wirkt „At The Edge” mit Spannung nur so aufgeladen zu sein, düstere, langsame Parts, wechseln sich mit schnelleren, markanten Parts ab. Ein Hauch von epischer Musik säuselt ums Ohr. Trotz relativ langer Spielzeit wird hier bis jetzt über die ganze Spielzeit des Tracks die größte kreative Leistung erbracht. Ein klarer Anspieltipp!
„Drive“ hingegen geht nach einem doch recht interessanten musikalischen Einsteig im Laufe des Liedes etwas stark die Puste aus. Das Lied wirkt im Großen und Ganzen zu stereotyp und gleich klingend. Einzig die vereinzelte Wiederaufnahme des Anfangsparts bringt etwas Licht auf diesen Song.
„Wot We Do“ hat als Highlight ein Saxophonspiel zu bieten, aber ansonsten wirkt es etwas gestellt wie in einem Misch aus Hip-Hop-Rhythmus und Blueselementen. Metalelemente vermisse ich – vergebens. Hier ist wohl etwas zu viel Experimentierfreude an den Tag gelegt worden.
Weiter geht es mit dem Song „I Take You“, der weniger gemischt wirkt als sein Vorgänger und mir die ach so vermissten Metalelemente präsentiert. Insgesamt auch wieder einer der gelungeneren Songs auf diesem Album.
Mit dem vorletzten Song „The Lie“ scheint das Album noch mal an Fahrt zu gewinnen, denn auch hier wird eine klarere Songstruktur geboten, mit druckvollen Rhythmen und einer gesanglich richtig guten Leistung. Gegen Ende des Songs wird einem noch ein Gitarrenfeuer an Spielfreude und –kunst geboten.
Zum Abschluss noch „Big Noize“. Auch hier setzt sich der Aufwärtstrend fort, weniger Experimente, stattdessen ein überzeugender Song, der trotz allem Abwechslung genug bietet, um einen runden Abschluss des Albums zu erzeugen.
Tracklist
1. Get Started
2. Hot Spot Junkie
3. Got It Bad
4. Around The World
5. Higher
6. Retail Therapy
7. At The Edge
8. Drive
9. Wot We Do
10. I Take You
11. The Lie
12. Big Noize






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