Da ist es nun, das fünfte Kapitel der singenden Gregorianer.
Erfolgreich sind die Kuttenträger allemal, jeder kennt sie, jeder hat schon mindestens einen Song gehört und jeder hat dazu wohl schon mal eine Runde Entspannung genossen. Beste Voraussetzungen also für eine Scheibe möchte man meinen.
Da ist es nun, das fünfte Kapitel der singenden Gregorianer.
Erfolgreich sind die Kuttenträger allemal, jeder kennt sie, jeder hat schon mindestens einen Song gehört und jeder hat dazu wohl schon mal eine Runde Entspannung genossen. Beste Voraussetzungen also für eine Scheibe möchte man meinen.
Beginnen tut es in allbekannten Klängen mit „Heroes“ einem David Bowie Cover (wenn ich mich nicht irre, ich kenn mich damit nun gar nicht aus ^^). Ruhige Anfänge und ein langsames Hineinsteigern ins Fußmitwippen, lassen einen sanft in den Silberling einsteigen. Bei Pink Floyds „Comfortably Numb“ geht’s dann wieder etwas ruhiger zu, irgendwie erzeugen die Streicher und der sanfte Gesang hier eine traurige Atmosphäre. „Send me an angel“, welches zunächst mit tiefdüsteren Klanggebilden sehr interessant erscheint und dem die Akustikgitarre richtig gut tut, ist leider schon von etlichen Bands verwurstet worden. Es klingt zwar nicht wie all die anderen Cover, allerdings kann ich persönlich diesen Song nicht mehr hören. Für diejenigen, welche diesen Song allerdings noch gerne in den Gehörgang einführen, wird es durch die Mischung aus ruhig melancholischem Gesang, bezaubernden Frauenstimmen und sanftem Gitarrenspiel ein Schmuckstück sein.
Als nächstes wagt man sich dann an Metallicas „The Unforgiven“ ran. Hier wird wiedermal auffällig, das Produzent Frank Peterson besonders die Umwandlung von härteren Klängen zu mögen scheint, welches zur Genüge auf dem Vorgängeralbum „The Dark Side“ (Rezensiert von Xardas) bewiesen werden konnte. Die tiefen Streicher erinnern sogar ein bisschen an Apocalyptica, welche sich unter anderem auch vor etlichen Jahren an diesem Song versuchten.
„Forever Young“ ist dann wieder so ein Song, der öfter als nötig hoch und runter gedudelt wurde und somit recht reizlos erscheint. Auch hier muss man sagen, dass das Cover keinesfalls schlecht gelungen ist, aber Text und Melodie sind und bleiben auch in Mönchskutten verpackt leider extrem ausgeleiert.
Als nächstes dann ein Song, der damals schon zum tanzen anregen sollte und auch bei den Gregorianern mit einem leichten Tanzbeat unterlegt wurde. „Missing“ von Everything but the Girl. Hier will der Beat allerdings nicht so recht zum Gesang passen auch wenn es dem Album ein paar neue Klänge und Möglichkeiten bietet.
Positiv hingegen fällt „Lady in Black“ auf. Auch dieses, im Original von Uriah Heep stammende Stück wurde bereits von einigen Bands gecovert, aber durch den choralen Gesang mit oben bereits einmal erwähnten Fußwippmelodieführungen bekommt es eine ganz besondere Note. Hier kann man getrost sagen, das auch Coverversionen etwas völlig Neues zustande bringen können!
„The Forest“ ist eines meiner Lieblingswerke auf dem Silberling. Es verwebt tanzbare Clubrhythmen, mit mystischen Gesängen und im Mittelteil sogar traurig schönen Pianomelodien. Hier kommt dann auch mal Kanonartiger Gesang zum Einsatz (ein Jemand der sich mit Musik auskennt könnte mir sicher den Fachbegriff dafür nennen ^^). Ein Song, bei dem man nicht weiß ob man ruhig sitzen bleiben und träumen, oder lieber tanzen soll. Genial!
Und danach gleich der nächste Hammer: „Boulevard of broken dreams“, welches eigentlich von der Punkband „Green Day“ stammt. Ich bezweifle ja, das es den bunthaarigen Fans dieser Kombo wirklich zusagen wird, aber ich finde es hat einen ganze besonderen Charme, eben weil es keine typische Coverversion darstellt. Es rockt in einer ruhigen Art und Weise, reißt aber dennoch mit.
Zum Abschluss bietet sich dem Hörer noch das ruhige „I feel free“, welches einen ganz ruhig wieder in die unentspannende Realität zurückbringt.
Fazit:
Masters of Chant V klingt wie man es erwartet hat, nämlich genau wie alle anderen gregorianischen Alben zuvor. Das empfinde ich als sehr schade, weil es keinerlei Entwicklung zu bemerken gibt. Positiv sind allerdings die überraschenden Stücke, wie „Comfortably Numb“ und „Boulevard of broken dreams“.
Es lohnt sich definitiv mal hinein zu hören und sich etwas zu entspannen, ob die Scheibe allerdings öfter den Weg in den Player finden wird, hängt alleine vom Hörer und dessen Einstellung zu Coversongs (besonders von Lieblingsbands) ab.
Tracklist:
01. Heroes
02. Comfprtably numb
03. Send me an angel
04. The Unforgiven
05. Forever Young
06. Missing
07. Lucky Man
08. A weakened soul
09. Let down
10. Lady in black
11. Silent Lucidity
12. The Forest
13. Boulevard of broken dreams
14. I feel free






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