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Sleazy Dream Hot

 
Sleazy Dream
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CD Rezension

Artist / Band UNDERGROUND ATTACK
Release Date 11. 09. 2008
Homepage http://www.ugattack.com/
Label Frank Recordings

Das Ergebnis ihrer Reise von der alten zur jetzigen Band ist ein prächtiges Album, eine Ode an fröhliche Melodien, fetzige Gitarrenriffs und rockigen Rhythmen dieser ehrgeizigen und aufstrebenden Musiker.
UNDERGROUND ATTACK sind hier und heute. Liebe sie oder lass es bleiben – aber du weißt nie, was hinter der nächsten Ecke auf dich wartet, wenn es um diese Jungs geht!

Das Album beginnt mit "T.B.G.O.", was eine Abkürzung für "The Big Get Off" ist. Schon dieser Track zeigt recht deutlich, was man im Laufe des Albums zu hören bekommt - rockiger und weitgehend ausdrucksstarker Gesang, der auf Grundlage der eingängigen Gitarrenklänge und des Rhythmuses sehr gut zur Geltung kommt. Ein wenig unpassend mag hier die Passage mit sehr leisem und kaum hörbarem Gesang erscheinen, da direkt im Anschluss wieder sehr lauter und fast schon "kreischender" Gesang folgt. Während dies negativ auffallen mag, so fällt die gute Gestaltung mit Gitarrenklängen (und -Solis) positiv ins Gewicht.

Weiter geht es mit "Alienation"- es ist ein Track, der zumindest mir durch seine geschickte Einsetzung von Backgroundgesang aufgefallen ist. Denn dieser ergänzt den Hauptgesang nicht, noch stört ihn - es ist das perfekte Zweigleisigfahren von dem rockig klingendem Hauptgesang, der teilweise auch verzerrt wurde, und dem leiseren und meist tieferen und ruhigerem Backgroundgesang. Auch die Übergänge von langsameren zu schnelleren Passagen sind, dank dem passenden Einsatz von Stimme und Instrumenten, gut gelungen.

Als nächstes ist "Life Undone" an der Reihe - ruhig und dann rockig beginnt es, und wird dann zu einem eingängigen aber nicht eintönigem Song. Rau und ausdrucksstark und voller Kraft, so präsentiert sich hier der Gesang, der perfekt mit der Musik harmoniert und an keiner Stelle auch nur im Geringsten aufgesetzt und erzwungen klingt. Ein einigen Stellen jedoch stört die "Doppelschichtigkeit" des Gesangs, d.h. man hat das Gefühl, eine zweite und nicht ganz so synchrone Stimme wäre unter den Hauptgesang gelegt worden - hinzukommen Instrumental-Passagen, die nicht ganz in den Fluss des Liedes integriert werden konnten, sodass ein Teil der vorher ausgestrahlten Energie verloren geht.

Als ein Lied der verzerrten Gitarren würde ich "Devil in me" bezeichnen. Voller gitarrenlastiger Effekte ist dieser Song, der schon alleine durch eben diese Effekte zu einem sehr interessanten Stück wird. Auch der Gesang kommt rockig und ausdrucksstark daher und lädt zum Mitsingen ein. Die eingebauten kurzen instrumentalen Passagen passen hier hervorragend in das Gesamtbild und sind durch flüssige Übergänge eine schöne Ergänzung zum gesungenen Teil des Songs und zeigen auch die Fähigkeiten von Gitarrist Juhis auf.

Recht ruhig, und doch mit verzerrten Gitarrenklängen, beginnt "Broken Dreams". Sanfter und fast schon melancholischer Gesang setzt ein und wirkt beruhigend und doch in einen Bann ziehend. Ein wenig schneller, wenn auch nur sehr leicht, wird es im Anschluss, jedoch geht die bestehende und traurig bzw. nachdenklich angehauchte Stimmung nicht verloren. Gesanglich einfach schön anzuhören ist die ausgeglichene und trotzdem sehr ausdrucksstarke Stimme, die auch musikalisch sehr gut unterstützt wird und deren instrumentalen Teile wieder sehr gut in das Gesamtbild des Liedes passen.

Wie der vorherige Titel setzt auch "Sweet summer tease" teilweise auf die Nutzung von verzerrtem Gitarrenspiel. Gesanglich ist der Song für mich persönlich rein gar nichts, zu rau, zu erzwungen klingt die Stimme an vielen Stellen und passt meist auch nicht sonderlich zu der Hintergrundmusik. Dies wird im Laufe des Liedes zwar besser, jedoch kann mich der Gesang nicht überzeugen, da ich ihn als weitgehend nichtssagend und ausdruckslos empfinde.

Mit dem Klang eines Glockspiels beginnt "Caroline" - ein Song, der weitgehend den Übergang zwischen ruhigen und rockigen Passagen spielend meistert. Auch wurde in diesem Lied der Spagat aus rauer und weicher Stimmlage sowie einfühlsamen und rockigen Gesang prima gemeistert und weist keinerlei Unstimmigkeiten auf. Erneut gibt es mehrere kleinere Gitarrensoli, die, da das Gitarrenspiel sonst sehr im Hintergrund stand, sehr ansprechend und flüssig gelungen sind.

Ruhiger Gesang und der Klang einer Akustikgitarre eröffnen "The last". Voller Melancholie ist die Stimme von Sänger Piiska, ausdrucksstark und doch zugleich weder aggressiv noch aufdringlich - und trotzdem bleibt die einem im Kopf und hallt nach, die Worte beißen sich schon fast fest. Teilweise sind die Klänge der eingebauten Akustikgitarre zu aufdringlich und zerstören die ruhige Stimmung, jedoch kommt dies nur recht selten vor und ist daher kein allzu großes Manko. Recht zu Ende des Liedes wird das Lied durch einen groben und überhaupt nicht flüssigen Übergang in den rockigeren Part übergeleitet, der absolut gar nicht in das Gesamtbildes passen will und die vorher so nachdenkliche Stimmung komplett zerstört hat. Hinzukommt, dass der Gesang im Hintergrund nicht recht zum Hauptgesangpassen und damit harmonieren will. Alles in allem jedoch ist das Lied gut gelungen und zeigt auch die wunderschöne melancholische Seite der Band.

Live ein extremst toller Song, so ist "Tangle" nun auf CD immer noch rockig, mitreißend und überzeugend, kommt aber bei Weitem nicht an den Live-Sound ran. Ein eingängiger Rhythmus und ein Refrain zum Mitsingen machen das Lied zu einem Song, der wohl der Mehrzahl der Hörer begeistern kann. Denn auch wenn sich oben genannte Dinge ein wenig Klischee-behaftet anhören mögen, so geht auch hier nicht der eigene Stil verloren, egal ob es die musikalische oder gesangliche Gestaltung der Lyrics angeht. Wem dieses Lied nicht länger als einige Minuten im Kopf bleibt, kann entweder prima so etwas abblocken oder konnte sich nicht in die Stimmung des Songs hinein fühlen.

Ein wenig eigenartig klingt der Beginn von "Tease the flames" - der Gesang klingt, als habe man ihn dupliziert und dann nicht auf eine Tonlage bekommen. Von diesem nicht ganz so gelungenem Beginn abgesehen ist das Lied auf jeden Fall ein Anspielen wert: schöne Gitarrenriffs, die den Gesang weitgehend unterstützen und noch in der Aussagekraft unterstützen, ein eingängiger Refrain der sich zum schnellen Mitsingen durchweg eignet.

"Savage Side" gehört auch zu solchen Live-Liedern, an die keine noch so gute Studioaufnahme herankommen kann, auch wenn hier sehr deutlich dieselbe Stimmung entsteht, wie wenn man sich die Band live ansieht. Was jedoch auffällig ist, dass an einigen Teilen des Liedes die Gitarren- und Schlagzeugklänge scheinbar mehr im Vordergrund stehen als der eigentlich wichtige Gesang - und das, obwohl das eingebaute Gitarrensolo durchaus imponieren kann, wenn es um Klang und Technik geht.

Den Schluss macht der  Song mit dem passenden Titel "Ciao!" - ungewöhnliche Trommelklänge erklingen zu Beginn, bevor der eingängige Gitarrenrhythmus einsetzt und auch der rockig raue und überzeugende Gesang einsetzt. Das ganze Lied hört sich an als wäre es in einem Fluss entstanden, auch wenn der Song (und das ist auch gut so) einige Ecken und Kanten aufzuweisen hat, die dem Song einen Touch abwechslungsreicher Klänge und Melodien ermöglicht. Durch die stoßartig gesungenen Passagen im Refrain, fällt man in keinen Trott beim Zuhören und wird auch durchweg mitgerissen.

Tracklist
1. T.B.G.O.
2. Alienation
3. Life Undone
4. Devil in me
5. Broken Dreams
6. Sweet summer tease
7. Caroline
8. The last
9. Tangle
10. Tease the flames
11. Savage Side
12. Ciao!

Autoren Bewertung

Fazit

Gesamtbewertung: 
 
84
Musik::
 
90
Cover/Booklet::
 
70
Wiederholfrequenz::
 
85
Gesamtkonzept::
 
85
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Yes No
Geschrieben von Xardas
January 02, 2009
#1 Verfasser
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Wer es durchgehend rockig mag, dem wird das Album sicherlich zusagen - wer jedoch auf jeden Fall viele ruhige und melancholische Melodien bevorzugt, sollte nicht zum Kauf geraten werden, denn das Album ist purer Rock. Das Album dieser aufstreben finnischen Band hebt sich von der Masse der jungen, international erfolgreichen Bands durchweg ab - von Glam oder Ähnlichem keine Spur, und von Kommerz weit entfernt, sollte man ihnen auf jeden Fall Gehör schenken!
 
 


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